Lufthansa bietet neuen Rentenkompromiss zur Beilegung des Pilotenstreiks an
Tim SimonLufthansa schlägt neues Deal zu Pilotenkonten vor - Lufthansa bietet neuen Rentenkompromiss zur Beilegung des Pilotenstreiks an
Lufthansa legt neuen Rentenkompromiss vor, um Pilotenstreik beizulegen
Die Lufthansa hat ein überarbeitetes Rentenangebot vorgelegt, um den anhaltenden Streik der Piloten zu beenden. Der neue Vorschlag sieht vor, die bisherigen Überbrückungszahlungen für den vorzeitigen Ruhestand zu streichen, die regulären Rentenzahlungen jedoch um bis zu 50 Prozent zu erhöhen. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit prüft das Angebot nun.
Das überarbeitete Modell des Unternehmens leitet die Mittel, die bisher für die Überbrückungsrente vorgesehen waren, in die allgemeine Betriebsrente um. Diese Anpassung entspricht den Gepflogenheiten anderer großer Airlines, bei denen integrierte Rentensysteme ohne separate Frühverrentungsleistungen mittlerweile Standard sind.
In den vergangenen fünf Jahren haben Fluggesellschaften wie KLM und British Airways ähnliche Reformen umgesetzt. KLM stellte 2022 auf ein beitragsorientiertes System um und strich für Neuanstellungen die Frühverrentungszuschläge, während für bestehende Mitarbeiter Übergangsregelungen gelten. British Airways folgte 2023 mit einem hybriden Modell, das die leistungsabhängigen Überbrückungsrenten bis 2025 schrittweise abschafft und digitale Tools für eine einheitliche Rentenverwaltung nutzt.
Lufthansas aktueller Vorschlag sieht vor, dass Piloten, die kurz vor dem Anspruch auf die Überbrückungsrente stehen, diese weiterhin erhalten. Die Gewerkschaft hat den Plan bestätigt erhalten und wird die Details bewerten, bevor sie Stellung nimmt.
Das neue Angebot zielt darauf ab, den Konflikt durch höhere Rentenzahlungen – bei gleichzeitigem Wegfall der Frühverrentungszuschüsse – beizulegen. Bei einer Annahme würde die Rentenstruktur der Lufthansa damit an den Branchenstandard angepasst. Die Entscheidung der Gewerkschaft wird zeigen, ob der Streik fortgesetzt wird oder der Flugbetrieb wie gewohnt wiederaufgenommen wird.






