08 May 2026, 08:11

Logistikbranche in Deutschland kämpft ums Überleben – drohen jetzt höhere Lebensmittelpreise?

Balkendiagramm mit der Bezeichnung "Globaler Containerfrachtindex", das die jährlichen Containerfrachtvolumina aus verschiedenen Jahren zeigt.

Logistikbranche in Deutschland kämpft ums Überleben – drohen jetzt höhere Lebensmittelpreise?

Deutschlands Transport- und Logistikbranche steht unter wachsendem finanziellen Druck. Steigende Kosten und schrumpfende Gewinne haben in diesem Jahr bereits Hundert Unternehmen in die Insolvenz getrieben. Branchenexperten warnen nun, dass die Lebensmittelpreise stark anziehen könnten, sollte der Energiepreis weiter klettern.

Im Jahr 2024 meldeten 469 Logistikunternehmen in Deutschland Insolvenz an – ein Anstieg um 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Viele Betriebe kämpfen mit Liquiditätsengpässen, da sie Treibstoff vorstrecken müssen, während sie bis zu 60 Tage auf die Begleichung ihrer Rechnungen durch Kunden warten. Geringe Gewinnmargen und explodierende Dieselpreise verschärfen die Lage, insbesondere für kleine und mittlere Speditionen.

Laut dem Kreditversicherer Atradius ist mittlerweile jedes vierte kleinere Transportunternehmen von der Pleite bedroht. Die Aussichten für den Sektor haben sich weiter eingetrübt: Für 2025 wird ein Rückgang der deutschen Transport- und Logistikbranche um 2,1 Prozent erwartet. Auch global wurden die Wachstumsprognosen für Transportdienstleistungen von 3,4 auf 2,4 Prozent für das kommende Jahr nach unten korrigiert.

Verkehrsverbände fordern dringend Entlastungen. Zu den Vorschlägen zählen die Senkung der Energiesteuern, die Abschaffung der doppelten CO₂-Abgabe sowie die Einführung kurzfristiger Finanzhilfen. Ohne Gegenmaßnahmen könnten anhaltende Störungen – wie etwa im Hormus-Strait – das globale Wachstum zum Stocken bringen, falls sie länger als sechs Monate anhalten.

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Die Krise in der Logistik wird voraussichtlich die Lebensmittelpreise in den kommenden Monaten um bis zu zehn Prozent in die Höhe treiben. Die Unternehmen bleiben mit hohen Vorfinanzierungskosten und schwacher Nachfrage belastet. Ohne politische Kurskorrekturen drohen weitere Insolvenzen und eine wirtschaftliche Abkühlung.

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