Linke warnt vor sozialer Bruchlinie durch akute Wohnungsnot in Deutschland
Marie SchulzLinke warnt vor sozialer Bruchlinie durch akute Wohnungsnot in Deutschland
Die wohnungspolitische Sprecherin der Linken, Caren Lay, warnt vor einer sich verschärfenden Wohnungsnot in Deutschland. Sie bezeichnet den Mangel an bezahlbarem Wohnraum als eine wachsende soziale Bruchlinie und fordert von der Bundesregierung sofortiges Handeln, um die Krise zu entschärfen.
Die aktuelle Situation spitze sich zu, während die Regierung nach Lays Einschätzung weiterhin zu wenig unternehme, um die Versorgung mit Wohnungen sicherzustellen. Lay kritisiert, dass der bundesweite Fehlbestand von mindestens 1,4 Millionen Wohnungen nicht länger hingenommen werden dürfe. Besonders hart geht sie mit der Bundesregierung ins Gericht: Fördergelder für den gemeinnützigen Wohnungsbau blieben aus, obwohl diese dringend benötigt würden, um die Krise zu lindern.
Die von Bundesbauministerin Verena Hubertz vorgeschlagenen Maßnahmen hält Lay für unzureichend. Stattdessen fordert sie, dass der Staat selbst die Verantwortung für den Bau bezahlbaren Wohnraums übernehme. Im Fokus stehen dabei Sozialwohnungen, kommunaler Wohnungsbau und Genossenschaftswohnungen. Die Linke bewertet die Zahl der 2021 fertiggestellten Wohnungen als beschämend – ein Zeichen für das Versagen der bisherigen Politik.
Um die Wohnungsnot nachhaltig zu bekämpfen, setzt sich Lay für ein groß angelegtes Investitionsprogramm ein. Ihre Appelle kommen zu einem Zeitpunkt, an dem der Druck in der Wohnungsfrage weiter steigt und immer mehr Haushalte mit hohen Mieten und fehlenden Alternativen kämpfen. Mit ihren Forderungen unterstreicht Lay die Dringlichkeit, die Wohnungsfrage als zentrale politische Aufgabe zu behandeln. Sollte die Bundesregierung nicht umgehend handeln, drohe sich die soziale Spaltung weiter zu vertiefen – mit gravierenden Folgen für einkommensschwache Haushalte und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.






