Lin Lindner wartet auf Bundestagsnachfolge – zwischen Wahlkampf und rechtlichen Hürden
Clara FrankeLinks: Warum ist Lin Lindner noch nicht im Bundestag? - Lin Lindner wartet auf Bundestagsnachfolge – zwischen Wahlkampf und rechtlichen Hürden
Lin Lindner, Linke-Politikerin aus Trier, soll Gerhard Trabert im Bundestag nachfolgen
Der 69-jährige Gerhard Trabert, der nach mehreren Schlaganfällen schwer erkrankt ist, kann sein Bundestagsmandat weder antreten noch ohne Zustimmung seiner Familie zurücktreten. Lindner wartet nun auf eine Lösung, während sie sich gleichzeitig auf ihren eigenen Wahlkampf für die Landtagswahl vorbereitet.
Traberts gesundheitlicher Zustand verhindert, dass er seine Aufgaben als Abgeordneter wahrnehmen kann. Seine Familie, die als gesetzliche Betreuer fungiert, ist jedoch nicht befugt, seinen Rücktritt formell zu erklären. Sowohl die Angehörigen als auch die politischen Parteien arbeiten derzeit an einer rechtlich einwandfreien Lösung, um das Verfahren transparent abzuschließen.
Lindner war bereits im August 2025 als Traberts Nachfolgerin bestimmt worden, sitzt aber bisher nicht im Parlament. Gelegentlich besucht sie Berlin, um Debatten zu verfolgen und sich mit den aktuellen Positionen der Linken vertraut zu machen. Trotz ihrer Nominierung nimmt sie noch nicht an Plenarsitzungen teil.
Ihr Fokus liegt zudem auf der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz, wo sie am 22. März 2026 als Direktkandidatin der Linken in Trier antritt. Zuversichtlich, dass ihre Partei erfolgreich abschneiden wird, hat sie zugesagt, bei einem Einzug in den Landtag das Bundestagsmandat an die nächste Person auf der Liste weiterzugeben.
Traberts Rücktritt bleibt aufgrund der mit seiner Erkrankung verbundenen rechtlichen Hürden weiterhin ungelöst. Lindners Doppelkampagne für Landes- und Bundespolitik hängt sowohl von der Klärung der Bundestagsnachfolge als auch vom Ausgang der anstehenden Wahl ab. Die Linke steuert unterdessen durch die verfahrensrechtlichen Herausforderungen und bereitet sich auf die Abstimmung vor.






