13 June 2026, 00:17

Kulturförderung vor der Berliner Wahl: Kampagne fordert drei Prozent des Haushalts

Welche Richtung für die Kultur?

Kulturförderung vor der Berliner Wahl: Kampagne fordert drei Prozent des Haushalts

„Berlin ist Kultur“-Initiative startet Aktionswoche für mehr Kulturförderung vor der Berliner Wahl

Die Initiative „Berlin ist Kultur“ hat eine Aktionswoche gestartet, um die Förderung der Kultur ganz oben auf die Agenda für die anstehende Berliner Wahl zu setzen. Bei der Auftaktveranstaltung versammelten sich prominente Vertreter aus Politik und Kunst, um ihre Forderungen zu unterstreichen. Die Kampagne verlangt eine deutlich stärkere finanzielle Unterstützung für den Kulturbereich der Stadt.

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Auf der Veranstaltung zeigten Katharina Marg von der Linken, Ronja Losert sowie Bertram von Boxberg von den Grünen ihre Solidarität. Die Initiative plant, den Slogan „#deinstimmefürkultur“ in Kultureinrichtungen Berlins sichtbar zu platzieren, um das Thema während des Wahlkampfs präsent zu halten.

Kultureinrichtungen und Verbände haben zudem „Wahl-Lackmustests“ für die Kandidat:innen vorbereitet. Dazu gehören direkte Fragen zu ihrer Haltung in Sachen kulturelle Bildung und konkrete Zusagen für die Finanzierung.

Oliver Reese, Intendant des Berliner Ensembles, kritisierte die jüngsten Kürzungen im Kulturbudget als kurzsichtig. Er berichtete von einer prägenden Theatererfahrung in Paderborn mit 14 Jahren, die sein Leben veränderte – ein Beispiel für die transformative Kraft von Kultur. Gabi Dan Droste, Leiterin des FELD Theaters, verglich die aktuellen Förderkämpfe mit dem Mythos von Ikarus und warnte vor einem Absturz, sollte die Unterstützung weiter bröckeln.

Tom Streidel, Tischler am Maxim-Gorki-Theater, schlug Alarm wegen steigender Mieten, die die Zukunft des Hauses bedrohen. Reese verwies zudem auf die drohende Schließung des Atelierhauses in der Wilsnacker Straße aufgrund ausbleibender Mittel. Die „Berliner Erklärung“ untermauert diese Sorgen und fordert, mindestens drei Prozent des Landeshaushalts für Kultur bereitzustellen sowie verlässlichere Förderstrukturen zu schaffen.

Mit ihren Aktionen will die Initiative langfristige Finanzierung und politische Aufmerksamkeit für Berlins Kultureinrichtungen sichern. Angesichts der nahenden Wahl gewinnt die Forderung nach mehr Kulturförderung an Fahrt. Die Sichtbarkeit der Kampagne und das Engagement zentraler Akteure erhöhen den Druck auf die Kandidat:innen, sich dem Thema zu stellen.

Quelle