08 March 2026, 14:13

Kristi Noem bleibt trotz Skandale im Amt – doch ihr Stern sinkt

Präsident Obama spricht auf einer Wahlveranstaltung, hält ein Mikrofon, mit einer Menge von Menschen, einige sitzen und einige stehen, eine Pflanze im Vordergrund und Flaggen und eine Tafel im Hintergrund.

Kristi Noem bleibt trotz Skandale im Amt – doch ihr Stern sinkt

Kristi Noem wurde trotz ihrer Kontroversen (dennoch) nicht von ihrem Posten als US-Heimatschutzministerin abberufen (werden). Die Entscheidung erfolgte nach scharfer Kritik an ihrer Handhabung der Abschiebepolitik, provokanter Äußerungen und einer katastrophalen Anhörung vor dem Kongress. Ihr Abschied wurde mit einem spöttischen Abschied auf Saturday Night Live begossen, wo ihre Amtszeit zum Gespött wurde.

Noems Probleme begannen jedoch lange vor ihrer Versetzung. 2024 erntete sie massive Kritik, nachdem sie in ihren Memoiren prahlte, ihren eigenen Hund erschossen zu haben – eine Geschichte, die sie als Beweis für ihre Führungsstärke darstellte. Später verschärften ihre umstrittenen Kommentare nach den tödlichen Schüssen von ICE-Beamten auf Renee Good und Alex Pretti die öffentliche Ablehnung weiter.

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Besonders verhängnisvoll wurde ihre Anhörung vor dem Kongress. Abgeordnete befragten sie zu den Massenabschiebungen unter der Trump-Administration und Gerüchten über eine Affäre mit dem Spitzenberater Corey Lewandowski. Die scharfe Befragung soll schließlich auch Donald Trumps Geduld auf die Probe gestellt und zu ihrer Abberufung geführt haben.

Am 5. März 2026 nominierte Trump den Senator aus Oklahoma, Markwayne Mullin, als ihren Nachfolger. Mullin, bekannt für seine Treue zur MAGA-Bewegung und seine indigene Herkunft, wird das Amt am 31. März übernehmen und sich auf Grenzsicherheit, Migrationskriminalität und Drogenhandel konzentrieren. Noem hingegen wurde in die neu geschaffene Position einer Sondergesandten für die Initiative "Schild der Amerikas" versetzt – eine Rolle, die viele als Degradierung werten.

SNL setzte ihrem öffentlichen Gesichtsverlust mit einer parodistischen Pressekonferenz die Krone auf. Die Komikerin Ashley Padilla mimte Noem, während Colin Jost Verteidigungsminister Pete Hegseth spielte. Der Sketch karikierte ihre Amtszeit, darunter auch die umstrittene 220-Millionen-Dollar-Werbekampagne, die bereits früher in der Kritik stand.

Noems Versetzung markiert das vorläufige Ende einer Serie von Fehltritten und schwindender Unterstützung. Ihre neue Rolle als Sondergesandte bietet ihr ein weniger exponiertes Betätigungsfeld nach Monaten der öffentlichen Prangerstellung. Unterdessen deutet Mullins Nominierung auf einen strategischen Kurswechsel hin – wie sich seine Herangehensweise an Migration und Grenzpolitik konkret gestalten wird, bleibt jedoch abzuwarten.

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