Kraftstoffrabatt enttäuscht: Warum Autofahrer kaum von der Steuerentlastung profitieren
Tim SimonKraftstoffrabatt enttäuscht: Warum Autofahrer kaum von der Steuerentlastung profitieren
Deutschlands neuer Kraftstoffrabatt trat am 1. Mai in Kraft – und senkte die Steuern um 17 Cent pro Liter für Benzin und Diesel. Doch an den Zapfsäulen kam bei den Autofahrern deutlich weniger an. In den ersten drei Tagen sanken die Preise nur um einen Bruchteil des versprochenen Betrags.
Der Preis für Superbenzin fiel im Schnitt lediglich um 12 Cent pro Liter statt der vollen 17 Cent. Bei Diesel war der Rückgang noch geringer: Hier gab es nur eine Entlastung von 4 Cent pro Liter. Die geringe Weitergabe der Steuersenkung bei Diesel könnte mit der starken Importabhängigkeit Deutschlands zusammenhängen, die die Kosten hochhält.
Die Maßnahme brachte zwar eine kurzfristige Entlastung, doch der Gesamtverbrauch von Kraftstoffen bleibt weitgehend unverändert. Da die Versorgungsengpässe weiterhin bestehen, ändert sich auch die Nachfrage nach Benzin und Diesel kaum. Kritiker monieren zudem, dass der Rabatt sozial ungerecht sei – denn einkommensstärkere Haushalte, die in der Regel mehr für Sprit ausgeben, profitieren überproportional davon.
Ziel der Steuerermäßigung war es, die Belastung für Autofahrer zu verringern. Doch die Ersparnis an der Tankstelle blieb hinter den Erwartungen zurück. Zwar gingen die Preise leicht zurück, doch die Auswirkungen auf Verbrauch und Bezahlbarkeit sind begrenzt. Viele Verbraucher zahlen nach wie vor deutlich mehr für Kraftstoff als gedacht.






