Kraftstoffdiebstahl in Mexiko sinkt 2026 um 30 Prozent – doch der Schwarzmarkt bleibt
Marie SchulzKraftstoffdiebstahl in Mexiko sinkt 2026 um 30 Prozent – doch der Schwarzmarkt bleibt
Kraftstoffdiebstahl in Mexiko geht 2026 um 30 Prozent zurück
Laut neuen Zahlen ist der Kraftstoffdiebstahl in Mexiko in den ersten Monaten des Jahres 2026 um 30 Prozent gesunken. Der Rückgang folgt auf Regierungsmaßnahmen zur Bekämpfung von Pipeline-Anzapfungen und Steuerbetrug. Dennoch beliefen sich die finanziellen Verluste durch Diebstahl in den ersten drei Monaten des Jahres noch auf 3,812 Milliarden Pesos (rund 220 Millionen US-Dollar).
Die Abnahme der Diebstähle fällt mit verschärften Sicherheitsvorkehrungen unter der Regierung von Präsidentin Claudia Sheinbaum zusammen. Sicherheitsminister Omar García Harfuch und Pemex-Chef Víctor Rodríguez Padilla leiten die verschärften Kontrollen. Experten warnen jedoch, dass kriminelle Gruppen ihre Taktiken geändert haben und nun vermehrt auf Dokumentenfälschung und gefälschte Rechnungen setzen, um gestohlenen Kraftstoff zu verkaufen.
Mexiko verbraucht täglich enorme Mengen an Treibstoff – über 126 Millionen Liter Normalbenzin, 25 Millionen Liter Superbenzin und 65 Millionen Liter Diesel. Pemex verweist auf wachsende Bedrohungen durch Drogenkartelle und organisierte Kriminalität, die die Bemühungen zur Sicherung der Kraftstoffversorgung erschweren.
Luis Miguel Labardini von Marcos y Asociados hob Verbesserungen bei den Sicherheitskennzahlen hervor. Doch Miriam Grunstein vom Mexico Center der Rice University hinterfragte die langfristige Strategie der Regierung und kritisierte, dass deren Vorgehen weiterhin unklar bleibe.
Trotz der Fortschritte kostet der Kraftstoffdiebstahl Mexiko weiterhin Milliarden pro Jahr. Der Schwarzmarkt hat sich angepasst und nutzt zunehmend ausgefeiltere Methoden, um den Behörden zu entgehen. Pemex und die Sicherheitskräfte stehen weiterhin vor der Herausforderung, Diebstähle einzudämmen und gleichzeitig eine stabile Kraftstoffversorgung zu gewährleisten.






