Kejriwal attackiert Modi: "Prüfungsskandale zeigen systemische Korruption"
Marie SchulzKejriwal attackiert Modi: "Prüfungsskandale zeigen systemische Korruption"
Delhis Regierungschef Arvind Kejriwal hat die Zentralregierung wegen der jüngsten Prüfungsskandale scharf kritisiert. Er hinterfragte den Einsatz von Luftwaffenfahrzeugen zur Verhinderung von NEET-Leaks und warf Beamten vor, die eigentlichen Probleme nicht anzugehen. In seinen Äußerungen richtete er sich auch direkt gegen Premierminister Narendra Modi und prangerte die anhaltenden Missstände bei Hochschulaufnahmeprüfungen an.
Zu den Vorfällen bei den NEET-Prüfungen erklärte Kejriwal, die Entscheidung der Regierung, Militärfahrzeuge einzusetzen, sei nichts weiter als eine bloße Show. Solche Maßnahmen würden das grundlegende Problem der systemischen Korruption nicht lösen, betonte er. Der Regierungschef von Delhi ging noch einen Schritt weiter und behauptete, das Bildungssystem sei von einer „Mafia“ unterwandert worden.
Kejriwal äußerte zudem Bedenken hinsichtlich des Common University Entrance Test (CUET-UG) 2026. Er verwies auf die Schwierigkeiten von Studierenden, darunter Vedant, ein Schüler der 12. Klasse, der auf Unregelmäßigkeiten in seiner Physikprüfung aufmerksam gemacht hatte. Der Regierungschef unterstellte der Regierung, es fehle ihr an echtem Willen, das System zu reformieren.
In einer direkten Spitzen gegen den Premierminister erklärte Kejriwal, das Land brauche eine gebildete Führungspersönlichkeit. Seine Aussagen fallen in eine Phase weitverbreiteter Verärgerung über Prüfungschaos und Vorwürfe wegen Missmanagements.
Die Kritik kommt vor dem Hintergrund anhaltender Störungen bei landesweiten Prüfungen, bei denen Studierende mit Verzögerungen und Widersprüchlichkeiten konfrontiert sind. Kejriwals Äußerungen erhöhen den Druck auf die Regierung, in der Bildungsbranche für mehr Transparenz und Rechenschaftspflicht zu sorgen. Bislang haben sich offizielle Stellen noch nicht zu seinen jüngsten Vorwürfen geäußert.






