25 April 2026, 22:35

Jugendliche trinken immer weniger Alkohol – warum dieser Trend anhält

Plakat mit einem Wasserpfeifen, Marihuanablättern und einer Zigarette mit Text, der über den Zusammenhang zwischen E-Zigarettengebrauch und anderen Tabakprodukten bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen warnt.

Jugendliche trinken immer weniger Alkohol – warum dieser Trend anhält

Alkoholkonsum bei Jugendlichen geht seit Jahren stark zurück

In den vergangenen zehn Jahren ist der Alkoholkonsum unter Jugendlichen deutlich gesunken. Aktuelle Zahlen zeigen, dass 2025 nur noch 7,5 % der 12- bis 17-Jährigen angaben, im letzten Monat Alkohol getrunken zu haben. Expertinnen und Experten führen diesen Trend auf veränderte soziale Gewohnheiten und die Zunahme digitaler Interaktionen auf Kosten traditioneller Treffen zurück.

2016 hatten noch 16,8 % der jungen Männer angegeben, im Vormonat Alkohol konsumiert zu haben – 2025 waren es nur noch 8,3 %. Bei jungen Frauen fiel der Rückgang noch stärker aus: von 15,4 % im Jahr 2016 auf lediglich 6,6 % im Jahr 2025.

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Auch das sogenannte Komasaufen ist stark zurückgegangen. Bei jungen Männern sank die Quote von 2,5 % im Jahr 2016 auf 0,4 % im Jahr 2025. Bei jungen Frauen verringerte sich der Anteil von 2,7 % auf 0,4 %.

Der Bildungspsychologe Emiliano Villavicencio Trejo sieht in digitalen Plattformen einen zentralen Grund für diese Entwicklung. Er erklärt, dass Jugendliche heute eher online kommunizieren als auf Partys oder Schulfesten. Der Mittelschullehrer Adrián Camacho Frausto bestätigt dies und betont, dass die heutige Jugend virtuelle Räume den persönlichen Treffen vorzieht.

Auch soziale Medien spielen eine Rolle: Viele Plattformen werben für einen alkoholfreien Lebensstil und fördern stattdessen Selbstfürsorge und gesunde Gewohnheiten. Dieser Wandel passt zu einem größeren Trend bei jüngeren Generationen, die zunehmend Aktivitäten jenseits von Alkohol- und Drogenkonsum bevorzugen.

Der Rückgang des Alkoholkonsums bei Jugendlichen spiegelt tiefgreifende Veränderungen wider, wie junge Menschen heute miteinander in Kontakt treten und ihre Freizeit gestalten. Da soziale Medien und digitale Interaktionen klassische Treffen ersetzen, verbinden immer weniger Jugendliche Alkohol mit ihrem Sozialleben. Die Entwicklung deutet auf einen nachhaltigen Wandel in der Jugendkultur und im Verhalten junger Menschen hin.

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