18 February 2026, 21:36

Joschka Fischer kehrt für Özdemir zurück – und warnt vor AfD und Trump

Ein deutscher Propagandaplakat für die NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa, mit Textinformationen über die Partei.

Joschka Fischer im Wahlkampf: Die Rückkehr des Showstoppers - Joschka Fischer kehrt für Özdemir zurück – und warnt vor AfD und Trump

Joschka Fischer hat einen seltenen Auftritt im Wahlkampf absolviert, um Cem Özdemir in dessen Kandidatur zu unterstützen. Der ehemalige Grünen-Vorsitzende, einst berühmt für seine feurigen Reden und landesweite Bustouren, hielt eine 20-minütige Ansprache, bevor er sich wieder zurückzog. Sein Auftritt fällt in eine Phase, in der Winfried Kretschmer, der erste grüne Ministerpräsident des Landes, nach 15 Jahren im Amt seinen Rückzug vorbereitet.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Fischer, in Gerabronn geboren und im nördlichen Württemberg aufgewachsen, sprach von Kindheit an Schwäbisch. Als leidenschaftlicher Aktivist stieg er zu Bekanntheit auf – geprägt durch seinen dramatischen Stil und seine scharfe Kritik an inneren Parteikämpfen der Grünen. Obwohl er die Partei nie offiziell führte, prägte sein Einfluss ihre Ausrichtung maßgeblich.

In seiner Rede blickte er auf seine lange politische Laufbahn zurück und bezeichnete sich selbst als "alten Kampfhengst". Er warnte vor einer Ausweitung der "Mütterrente" und forderte stattdessen stärkere Investitionen in die Landesverteidigung. Seine Äußerungen richteten sich auch gegen die AfD und den ehemaligen US-Präsidenten Trump, die er als Gefahren für Deutschland und die EU brandmarkte.

Fischer würdigte Kretschmers 15-jährige Amtszeit als Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Die Versuche des CDU-Kandidaten Hagel, sich an Kretschmers Erbe anzulehnen, bezeichnete er als "Erbschleicherei". Nach seiner Rede kehrte Fischer leise auf seinen Platz zurück und überließ anderen die Bühne.

Fischers kurzes Comeback im Wahlkampf unterstreicht seinen anhaltenden Einfluss in der deutschen Politik. Seine Fokussierung auf Verteidigung und die Kritik an rechtsextremen Strömungen spiegeln die laufenden Debatten innerhalb der Grünen wider. Mit Kretschmers Abschied steht die Partei nun vor einem Übergang, während Özdemir um seine Position kämpft.