10 March 2026, 16:12

Jörg Meuthen verlässt Politik nach AfD-Aus und gescheiterter WerteUnion

Ein altes Plakat mit den Worten "Vérités sur la Situation Politique Electorale" in weißer Schrift auf einem schwarzen Hintergrund.

Meuthen tritt nach Wahlschlappe zurück - Jörg Meuthen verlässt Politik nach AfD-Aus und gescheiterter WerteUnion

Jörg Meuthen, eine langjährige prägende Figur der deutschen Rechtspolitik, hat seinen Rückzug aus der aktiven Politik bekannt gegeben. Der ehemalige Co-Vorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD) und spätere Gründer der konservativen WerteUnion nannte interne Konflikte und schwache Wahlergebnisse als Hauptgründe für seinen Schritt.

Meuthen stieg erstmals 2015 in den Fokus der Öffentlichkeit auf, als er bis 2022 den Co-Vorsitz der AfD übernahm. Ursprünglich dem gemäßigteren, wirtschaftsliberalen Flügel der Partei verbunden, kritisierte er später deren Abkehr von demokratischen Grundsätzen. 2017 zog er als AfD-Kandidat ins Europäische Parlament ein und festigte so seinen politischen Einfluss.

Nach seinem Austritt aus der AfD im Jahr 2022 gründete Meuthen die WerteUnion, die er als konservative Alternative positionierte. Doch die Partei konnte sich nicht durchsetzen und erreichte bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg lediglich 0,2 Prozent der Stimmen. Bei den diesjährigen Landtagswahlen erhielt Meuthen in seinem Wahlkreis Kehl nur 0,8 Prozent der Erststimmen.

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Sein Rückzug aus der aktiven Politik folgt auf die Entscheidung, nicht erneut für den Bundesvorstand zu kandidieren. Obwohl er der WerteUnion erst im September 2024 beigetreten war, führten interne Streitigkeiten und enttäuschende Wahlergebnisse dazu, dass er sich von allen Führungspositionen zurückzieht. Künftig bleibt er nur noch einfaches Parteimitglied.

Meuthens Abschied markiert das Ende einer fast zehnjährigen politischen Karriere – von der AfD-Spitze bis zur Gründung einer neuen konservativen Bewegung. Sein Rückzug hinterlässt die WerteUnion ohne eine ihrer bekanntesten Persönlichkeiten, nach einer Phase begrenzter Wahlerfolge und innerparteilicher Spannungen.

Quelle