19 June 2026, 12:14

Jan van Akens überraschender Rücktritt erschüttert die Linkspartei

Bald wieder im Hoodie zu sehen

Jan van Akens überraschender Rücktritt erschüttert die Linkspartei

Jan van Aken ist als Vorsitzender der Linkspartei nach einer kurzen, aber prägenden Amtszeit zurückgetreten. Sein Abschied markiert das Ende einer Phase, in der die Partei unerwartet an Fahrt in der deutschen Politik gewann. Bei seiner letzten Pressekonferenz gestand er eine zweijährige Zusammenarbeit mit Ines Schwerdtner ein, die die Öffentlichkeit in die Irre geführt habe.

Van Aken stieg zunächst als Spitzenkandidat an der Seite von Heidi Reichinnek in den Fokus der Öffentlichkeit, wobei er besonders ältere Wähler ansprach. Gemeinsam mit Schwerdtner verhalf er der Linkspartei zu neuem Aufschwung und steigerte ihre Umfragewerte von lediglich 2–3 Prozent auf 8,8 Prozent bei der Bundestagswahl im Februar 2025. Mehr als 700.000 enttäuschte Wähler der Grünen wechselten zur Linken – maßgeblich durch sein Wirken.

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Bekannt für seine Medienpräsenz, verhalf er der Partei zu größerer Glaubwürdigkeit in der Außenpolitik. Sein Führungsstil war geprägt von Humor, Charme und einem Hang zum Dramatischen. Bei seiner letzten Pressekonferenz im Berliner Karl-Liebknecht-Haus präsentierte er eine schwarze Kiste – ein weiterer Beleg für seine Vorliebe für inszenierte Auftritte.

Öffentlich lobte er Schwerdtner für ihre herausragende Arbeit während ihrer Zusammenarbeit. Gleichzeitig räumte er gegenüber Journalisten ein, die Öffentlichkeit zwei Jahre lang „an der Nase herumgeführt“ zu haben. Seine Zeit als Parteichef gehörte zu den kürzesten in der Geschichte der Linken, doch ihre Wirkung war unübersehbar.

Luigi Pantisano soll nun auf dem anstehenden Parteitag in Potsdam sein Nachfolger werden. Van Akens Rücktritt hinterlässt eine Partei, die in Umfragen und Einfluss gestärkt dasteht. Sein Erbe umfasst einen deutlichen Zuwachs an Unterstützung und eine veränderte politische Positionierung der Linken.

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