29 April 2026, 12:35

IT-Chaos im Wallis: Brandschutz-Kontrollen jahrelang ausgefallen und Daten verschwunden

Rundes Diagramm, das den Katastrophenzyklus mit vier beschrifteten Phasen - Abwehr, Vorbereitung, Erholung und Reaktion - darstellt, die durch Pfeile verbunden sind, um ihren Fluss und ihre Beziehung zu zeigen, mit erklärendem Text drumherum.

IT-Chaos im Wallis: Brandschutz-Kontrollen jahrelang ausgefallen und Daten verschwunden

Schwerwiegender IT-Zusammenbruch im Wallis: Brandschutz-Kontrollen jahrelang im Chaos

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Ein massiver IT-Ausfall im Kanton Wallis hat die Brandschutzinspektionen jahrelang lahmgelegt. Betriebe in der gesamten Region – darunter Schulen, Hotels und Restaurants – blieben unkontrolliert, weil Unterlagen fehlten und Personalmangel herrschte. Das Ausmaß des Problems wurde deutlich, als bekannt wurde, dass eine Bar in Crans-Montana, Le Constellation, ganze sechs Jahre lang keine einzige Überprüfung erhalten hatte – einer von unzähligen vergessenen Fällen.

Der Skandal nahm seinen Lauf, als ein IT-Spezialist aus Sion, der für die Systeme der Gemeindepolizei und der kantonalen Feuerwehr zuständig war, zunehmend unberechenbar wurde. Sein Verhalten wurde immer erratischer, er forderte Jahr für Jahr höhere Zahlungen und verbreitete im Internet Verschwörungstheorien. Schließlich drohte er sogar damit, sensible Polizeidaten im Darknet zu veröffentlichen. Trotz dieser Warnsignale blieb alles beim Alten – bis er schließlich in eine geschlossene psychiatrische Einrichtung eingewiesen wurde.

Die für die Sicherheitskontrollen genutzte Software war zwar aktualisiert worden, doch die Umstellung führte zu massiven Verzögerungen bei der Datenverarbeitung. Als der heutige Sicherheitschef 2024 sein Amt antrat, stellte er fest, dass große Teile der Inspektionsdaten schlichtweg verschwunden waren. Gezwungen, alles manuell zu rekonstruieren, entdeckte er, dass viele Betriebe entweder noch nie überprüft worden waren oder seit Jahren keine Kontrolle mehr erfahren hatten.

Le Constellation war kein Einzelfall. Die IT-Panne hatte weitreichende Folgen: Unzählige Gebäude im gesamten Wallis blieben ohne ordnungsgemäße Sicherheitsüberwachung. Die Ermittlungen zu den Ursachen des Debakels laufen noch, und es ist unklar, wer letztlich die Verantwortung trägt. Der Vorfall hat gravierende Lücken in der Sicherheitsaufsicht offenbart – Betriebe waren aufgrund fehlender Akten und ungelöster IT-Probleme schutzlos ausgeliefert. Die Behörden arbeiten nun daran, das System wieder aufzubauen und eine zuverlässige Kontrolle zu gewährleisten.

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