Investor Steven Wood fordert erneut Mitsprache bei der Swatch Group
Der US-Investor Steven Wood bewirbt sich erneut um einen Sitz im Verwaltungsrat der Swatch Group. Seine Investmentfirma Greenwood Investors hat sieben Vorschläge eingereicht, um die Corporate-Governance-Regeln des Unternehmens zu ändern. Der Vorstoß folgt auf die Ablehnung von Woods Kandidatur bei der letzten Hauptversammlung im vergangenen Jahr.
Greenwood Investors drängt auf tiefgreifende Veränderungen bei Swatch. Einer der Anträge fordert eine Sonderabstimmung über die Ernennung eines Vertreters der Inhaberaktien. Ein weiterer Vorschlag sieht vor, dass Inhaberaktionäre drei Mitglieder in den Verwaltungsrat wählen sollten.
Die Firma verlangt zudem, dass der Großteil der Verwaltungsratsmitglieder unabhängig sein soll. Darüber hinaus besteht sie darauf, dass die Vorsitzende keine weitere Funktion innerhalb des Unternehmens ausüben darf. Swatch hingegen hat die Forderungen von Greenwood zurückgewiesen und betont, dass seine Praktiken mit dem Schweizer Recht im Einklang stünden.
Als Reaktion darauf hat Swatch einen eigenen Kandidaten für den Verwaltungsrat nominiert: Andreas Rickenbacher. Rickenbacher leitet derzeit die Stiftung Switzerland Innovation sowie das Forschungszentrum CSEM. Zudem sitzt er in den Verwaltungsräten der BKW und der Aebi Schmidt Group.
Woods vorheriger Versuch, in den Verwaltungsrat einzutreten, war von Swatch blockiert worden. Das Unternehmen hatte damals "erhebliche Gründe" für seine Entscheidung angeführt.
Die anstehende Abstimmung wird zeigen, ob Wood einen Platz im Verwaltungsrat erhält und ob die Governance-Vorschläge von Greenwood angenommen werden. Swatch beharrt darauf, dass seine aktuellen Praktiken den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Das Ergebnis könnte die Führungsstruktur des Unternehmens in den kommenden Monaten entscheidend prägen.






