Ig-Nobelpreise 2024: Keine internationalen Gäste wegen Sicherheitsrisiken in den USA
Clara FrankeIg-Nobelpreise 2024: Keine internationalen Gäste wegen Sicherheitsrisiken in den USA
Die Ig-Nobelpreise, bekannt für die Würdigung ungewöhnlicher wissenschaftlicher Forschung, werden in diesem Jahr keine internationalen Gäste empfangen. Die Veranstalter begründeten dies mit Sicherheitsbedenken angesichts der aktuellen politischen Lage in den USA. Die seit 1991 jährlich stattfindende Preisverleihung verbindet auf charakteristische Weise Humor mit anregender Wissenschaft.
Die Auszeichnungen werden vom Annals of Improbable Research verliehen, einer Fachzeitschrift, die sich kuriosen und unkonventionellen Studien widmet. Traditionell werden die Preisträger bei einer mit Komik und Exzentrik gefüllten Gala geehrt. Der Name "Ig Nobel" spielt mit dem deutschen Wort "ignobel" ("unehrenhaft") – ein Augenzwinkern zur spielerischen Herangehensweise an ernsthafte Wissenschaft.
Marc Abrahams, Hauptorganisator und Moderator der Veranstaltung, erklärte, es sei in diesem Jahr unverantwortlich, Preisträger oder Journalisten in die USA einzuladen. Die politische Situation im Land mache Reisen für Teilnehmer unsicher. Die Entscheidung stellt einen seltenen Bruch mit der Tradition dar, internationale Gäste willkommen zu heißen.
Zum ersten Mal in ihrer Geschichte finden die Ig-Nobelpreise ohne internationale Teilnehmer statt. Im Mittelpunkt bleibt weiterhin Forschung, die zunächst unterhält, bevor sie belehrt. Ob künftige Zeremonien zum gewohnten Format zurückkehren, ließen die Veranstalter offen.






