Human Rights Watch enthüllt verheerende Folgen der "Operation Metro Surge" in Minnesota
Tim SimonHuman Rights Watch enthüllt verheerende Folgen der "Operation Metro Surge" in Minnesota
Human Rights Watch veröffentlicht Bericht zu „Operation Metro Surge“ in Minnesota
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat einen Bericht über die „Operation Metro Surge“ in Minnesota veröffentlicht. Das unter dem Titel „Eine künstlich herbeigeführte Krise“ erschienene Dokument untersucht die Auswirkungen der bundesweiten Migrationsdurchsetzung in dem Bundesstaat. Darin werden flächendeckende Geschäftsschließungen und erhebliche Lohnausfälle in Verbindung mit der Aktion dokumentiert.
Im Rahmen der Großrazzia nahmen Bundesbeamte Tausende Menschen fest. Das US-Heimatschutzministerium hatte zunächst von über 11.000 Festnahmen gesprochen, doch die tatsächliche Zahl in Minnesota lag bei etwa 4.000. Von den Inhaftierten hatten 77,1 Prozent keine Vorstrafen.
Die Operation erschütterte lokale Gemeinschaften: Dutzende Betriebe mussten schließen, und Arbeiter verloren fast 700 Millionen US-Dollar an Löhnen. In fast 90 Prozent der abgeschlossenen Fälle wurde die Freilassung statt eine Abschiebung angeordnet.
Der Bericht enthält mehrere Forderungen: Er ruft dazu auf, Festnahme- und Abschiebungsquoten abzuschaffen. Zudem fordert er den US-Kongress auf, die Verantwortlichen in den Bundesbehörden wegen der herbeigeführten Menschenrechtskrise zu untersuchen. Weiter schlägt die Organisation vor, Bundesbeamten den Zutritt zu bestimmten Orten zu verbieten und Racial Profiling gesetzlich zu ächten. Human Rights Watch verlangt vom Heimatschutzministerium zudem den Abzug aller im Rahmen der Razzia eingesetzten Kräfte aus Minnesota.
Die Erkenntnisse zeigen gravierende wirtschaftliche und soziale Folgen für Minnesota auf. Der Bericht drängt auf politische Reformen, um ähnliche Aktionen künftig zu verhindern, und fordert eine Aufarbeitung des Verhaltens der beteiligten Bundesbeamten.






