Houston ISD schließt zwölf Schulen – doch die Noten steigen erstmals ohne ein "F"
Lukas BraunHouston ISD schließt zwölf Schulen – doch die Noten steigen erstmals ohne ein "F"
Seit der staatlichen Übernahme 2023 hat der Schulbezirk Houston ISD tiefgreifende Veränderungen erlebt. In nur zwei Jahren verlor der Bezirk über 13.000 Schülerinnen und Schüler und schloss 2025 zwölf Schulen – die größte Massenstilllegung seit zwei Jahrzehnten.
Seit 2005 hat der Houston ISD mindestens 60 Schulen dichtgemacht, darunter 15 angeschlossene Charterschulen. Bei den jüngsten Schließungen 2025 handelte es sich um neun Grundschulen, zwei Mittelschulen und eine weiterführende Schule. Trotz dieser Kürzungen waren für das Schuljahr 2025/2026 noch 168.812 Schülerinnen und Schüler eingeschrieben – fast 22 Prozent weniger als 2016.
Unter der Leitung von Schulamtsleiter Mike Miles hat sich die schulische Leistung verbessert. Zum ersten Mal seit Einführung der staatlichen Bewertungen erhielt im Schuljahr 2025/2026 keine Schule des Bezirks die Note „F“. Zudem startete der Bezirk für das Jahr 2026/2027 das Pilotprojekt „Future 2 – KI-Schule der Zukunft“, das künstliche Intelligenz in den Unterricht integriert.
Mehr als 21.000 Schülerinnen und Schüler im Houston ISD haben Anspruch auf sonderpädagogische Förderung. Das US-Bildungsministerium prüft derzeit den Förderplan des Bezirks für das kommende Jahr.
Trotz rückläufiger Schülerzahlen und Kritik an seinem Sonderpädagogik-Programm zeigen die akademischen Fortschritte und neuen Initiativen, dass der Bezirk weiterhin daran arbeitet, das Schulsystem umzugestalten. Die staatliche Übernahme hat sowohl Herausforderungen als auch messbare Erfolge mit sich gebracht.
