Historischer Tarifabschluss: Ost-Löhne im Bau steigen stärker als im Westen
Marie SchulzHistorischer Tarifabschluss: Ost-Löhne im Bau steigen stärker als im Westen
Baulöhne in Ostdeutschland steigen um 5,3 Prozent – höher als im Westen mit 3,9 Prozent
Die Erhöhung soll die seit langem bestehende Lohnlücke zwischen den beiden Regionen schließen. Erstmals gilt nun bundesweit das Prinzip "Ein Land, ein Lohn, ein Gehalt".
Die Entscheidung beendet Jahrzehnte der Ungleichbehandlung von Arbeitnehmern in Ost- und Westdeutschland. Carsten Burckhardt, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft IG BAU, bezeichnete die Einigung als "historischen Meilenstein". Nach den neuen Regelungen werden die Löhne bundesweit angeglichen, wodurch regionale Unterschiede entfallen.
In der Baubranche sind insgesamt rund 920.000 Menschen beschäftigt, davon über 600.000 in Westdeutschland. Der aktuelle Tarifvertrag bleibt bis zum 31. März 2027 in Kraft.
Die Lohnanpassung sorgt für gleiche Bezahlung von Bauarbeitern – unabhängig vom Standort. Beschäftigte in Ostdeutschland erhalten künftig die gleichen Sätze wie ihre Kollegen im Westen. Die Änderung markiert einen bedeutenden Wandel in der deutschen Arbeitsmarktpolitik.






