31 March 2026, 10:16

Hettich-Mitarbeiter verzichten freiwillig auf 1.000 Euro Lohnerhöhung

Plakat mit zwei Personen vor einem Berg- und Baumhintergrund mit der Aufschrift "Was unser Freihandel bedeutet - britischer Granitarbeiter - Die faire Lohnklausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

Hettich-Mitarbeiter verzichten freiwillig auf 1.000 Euro Lohnerhöhung

Tausende Mitarbeiter des Möbelzulieferers Hettich haben sich bereit erklärt, eine geplante Gehaltserhöhung zu verschieben. Das finanziell angeschlagene Unternehmen hatte vorgeschlagen, die Erhöhung um ein Jahr aufzuschieben. Über 90 Prozent der Belegschaft stimmten dem Plan zu, der Hettich mehrere Millionen Euro sparen wird.

Die Gehaltserhöhung, ursprünglich für den 1. April vorgesehen, hätte die Löhne um 3,1 Prozent angehoben. Durch die Verschiebung verliert jeder Beschäftigte in den nächsten zwölf Monaten mehr als 1.000 Euro. Hettich begründete den Schritt mit finanziellen Schwierigkeiten und betonte, während der Verhandlungen vollkommen transparent gewesen zu sein.

Die Gewerkschaft IG Metall kritisierte die Entscheidung scharf und warf Hettich vor, die Mitarbeiter unter Druck gesetzt zu haben, der Verschiebung zuzustimmen. Das Unternehmen wies die Vorwürfe zurück und erklärte, die Beschäftigten hätten frei entscheiden können. Hettich ist zwar global tätig, hat seinen Hauptsitz und den wichtigsten Produktionsstandort jedoch in Kirchlengern, Deutschland.

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Trotz der Sparmaßnahmen plant Hettich weiterhin, den Standort Berlin bis Ende 2026 zu schließen. Der Standort Kirchlengern bleibt das zentrale Werk der Unternehmensgruppe.

Die Verschiebung der Gehaltserhöhungen wird Hettich helfen, die Ausgaben deutlich zu senken. Die Mitarbeiter verzichten auf jeweils über 1.000 Euro, während das Unternehmen größere finanzielle Belastungen vermeidet. Die Entscheidung ist Teil eines umfassenderen Umstrukturierungsplans, zu dem auch die geplante Schließung des Berliner Standorts bis 2026 gehört.

Quelle