04 February 2026, 14:53

Hessen verteilt 7,4 Milliarden Euro – doch die Kommunen fordern mehr Transparenz

Ein Plakat bewirbt die Elektrostadt Bergbahn, Deutschland, mit Bildern von Gebäuden, Bäumen, Hügeln und beschreibendem Text.

Grüne und FDP: Mehr Geld aus Sonderfonds für Kommunen - Hessen verteilt 7,4 Milliarden Euro – doch die Kommunen fordern mehr Transparenz

Hessen erhält aus dem Bundes-Sondervermögen Infrastruktur 7,4 Milliarden Euro. Davon sind 4,7 Milliarden Euro für die Kommunen vorgesehen. Die Landesregierung behält jedoch 1,78 Milliarden Euro für eigene Projekte ein.

Die verbleibenden Mittel fließen in Krankenhäuser, Schulen, Wohnungsbau und weitere öffentliche Einrichtungen in der Region.

Laut aktuellem Plan erhalten Hessens Städte und Gemeinden 63 Prozent der Gelder – das entspricht 4,7 Milliarden Euro. Zusätzlich sind 950 Millionen Euro für Krankenhäuser reserviert. Die Mittel können auch in Abwassersysteme, Feuerwehrstationen, Sportzentren und die Stadtentwicklung investiert werden.

Kritik kommt von der Opposition: Die haushaltspolitische Sprecherin der FDP, Marion Schardt-Sauer, hinterfragt, warum nur 4,7 Milliarden Euro bei den Kommunen ankommen. Zudem moniert sie, dass die Auszahlung in zwei Tranchen erfolgt – zunächst werden lediglich 3 Milliarden Euro freigegeben.

Der grüne Abgeordnete Sascha Meier fordert, dass 80 Prozent des kreditfinanzierten Sondervermögens an die Kommunen gehen. Beide Parteien argumentieren, dass die Städte und Gemeinden einen größeren Anteil benötigen, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.

Die Verteilung folgt Bundesrichtlinien, die Bevölkerungszahl, Infrastrukturbedarf und Projektanträge berücksichtigen. Hessens Anteil entspricht seinem Bevölkerungsanteil, während bevölkerungsreichere Länder wie Nordrhein-Westfalen und Bayern aufgrund ihrer höheren Einwohnerzahlen größere Summen erhalten.

Die hessischen Kommunen verwalten 4,7 Milliarden Euro aus dem Topf, das Land behält 1,78 Milliarden Euro. Die verbleibenden 950 Millionen Euro teilen sich Krankenhäuser und andere öffentliche Einrichtungen. Die Debatte über eine gerechte Verteilung hält an – mit Forderungen nach mehr Transparenz und einem größeren Anteil für die Städte und Gemeinden.