05 June 2026, 17:03

Hessen startet Milliarden-Offensive für Sportstätten und Spitzensportler

Land investiert schwer in moderne Sportanlagen, Talente und Hochleistungssport-Strukturen

Hessen startet Milliarden-Offensive für Sportstätten und Spitzensportler

Hessen startet eine große Offensive zur Modernisierung seines Sports. Die Landesregierung hat einen neuen Sondersportfonds vorgestellt und gleichzeitig einen Rekordhaushalt für 2026 aufgelegt. Mit diesen Maßnahmen sollen Sportstätten aufgewertet, Spitzensportler unterstützt und Vereine an der Basis in der gesamten Region gestärkt werden.

Kernstück des Plans ist eine Investition von 130 Millionen Euro in die Sportinfrastruktur über die nächsten zwölf Jahre. Behörden sprechen von der größten Förderoffensive in der Geschichte Hessens – vom örtlichen Vereinsheim bis hin zu weltklasse Trainingszentren.

Der Sondersportfonds bringt tiefgreifende Änderungen bei der Finanzierung von Sportprojekten mit sich. Vereine, die kostspielige Bauvorhaben angehen, können nun bis zu einer Million Euro an Förderung erhalten – fünfmal so viel wie bisher. Auch die Förderquote wurde um 75 Prozent erhöht und deckt nun 35 Prozent der förderfähigen Kosten ab. Um Mittel zu beantragen, müssen Vereine eine Projektbeschreibung und eine Kostenschätzung bei ihrer zuständigen Kreisbehörde im Rahmen des Programms Eigenbetriebe Sportstätten einreichen.

Der Leistungssport erhält eine 50-prozentige Aufstockung der Mittel, wobei Spitzenvereine künftig jährlich 300.000 Euro erhalten. Das zusätzliche Geld soll helfen, qualifizierte Trainer zu halten und den Beruf attraktiver zu gestalten. Gleichzeitig wird die Hessische Weg – die Landesstrategie für den Nachwuchsleistungssport – überarbeitet, um Hessen an der Spitze der deutschen Talentförderung zu halten.

Ein zentrales Projekt der Modernisierungsoffensive ist der Campus Sportdeutschland im Frankfurter Stadtwald. Nach Fertigstellung wird die Anlage als Zentrum für Spitzensport und Innovation dienen und Hessens Rolle als wichtiger Akteur im deutschen Sport weiter festigen. Der Sportetat für 2026 ist um 12,7 Prozent auf 35,6 Millionen Euro gestiegen – ein weiterer Rekord für die Region.

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Sportministerin Diana Stolz bezeichnete die Investitionen als ein „starkes Signal“ an die Bürgerinnen und Bürger. Sie betonte, dass der Fokus auf Zugänglichkeit, Leistung und langfristiger Nachhaltigkeit im hessischen Sport liegen werde.

Die neuen Fördergelder werden in den kommenden Jahren schrittweise ausgezahlt, wobei Vereine und Spitzenprogramme von höheren Zuschüssen und modernisierter Infrastruktur profitieren sollen. Anträge auf Baukostenzuschüsse können bereits über die lokalen Behörden gestellt werden. Langfristiges Ziel des Landes ist es, Hessens Position als Vorreiter im Breiten- wie im Spitzensport zu sichern.

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