07 May 2026, 18:13

Henkel erhöht Preise im Industriegeschäft – doch Verbraucher bleiben vorerst verschont

Balkendiagramm, das den Verbraucherpreisindex von Oktober 2020 bis Oktober 2021 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Henkel erhöht Preise im Industriegeschäft – doch Verbraucher bleiben vorerst verschont

Henkel passt Preispolitik an – steigende Materialkosten drücken die Gewinne

Der Konzern hat die Preise in seinem Industriegeschäft bereits angehoben, zeigt sich aber zurückhaltend, die höheren Kosten an Verbraucher weiterzugeben. Vorstandschef Carsten Knobel warnte, dass bis 2026 weitere Erhöhungen nötig werden könnten, falls sich die Kostendrucklage verschärft.

Die Materialausgaben bei Henkel sind im hohen einstelligen Prozentbereich gestiegen und belasten das Unternehmen mit zusätzlichen Kosten von 400 bis 500 Millionen Euro. Um gegenzusteuern, verhandelt der Konzern Lieferantenverträge neu und passt die Marktpreise dort an, wo es möglich ist.

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Im Konsumentengeschäft setzt Henkel auf selektive Preisanpassungen, die an die Einführung neuer Produkte geknüpft sind. Bisher verzichtet das Unternehmen auf pauschale Erhöhungen – bewusst, um die finanzielle Belastung der Kundschaft nicht zu verstärken. Knobel schloss jedoch nicht aus, dass bei anhaltendem Kostendruck im kommenden Jahr breitere Preiserhöhungen folgen könnten.

Während der Klebstoffbereich, der zum Industriegeschäft gehört, bereits Preisanpassungen erfahren hat, bleibt der Konsumentenmarkt schwierig. Angesichts wöchentlicher Veränderungen der Rahmenbedingungen räumt Henkel ein, dass präzise Prognosen kaum möglich sind.

Aktuell steuert der Konzern einen Kurs zwischen Kostenkontrolle und behutsamen Preisanpassungen im Konsumentensegment. Sollten die Materialkosten hoch bleiben, könnten ab 2026 umfassendere Erhöhungen folgen. Derzeit liegt der Fokus jedoch auf gezielten Anpassungen im Zusammenhang mit Produktinnovationen.

Quelle