03 March 2026, 04:10

Heizungsgesetz: CDU/CSU und SPD ringen um Kompromiss bei 65-Prozent-Regel für erneuerbare Energien

Eine Gruppe von Menschen vor einem Gebäude mit Säulen und einer Tür, die ein Transparent mit Text, Fahnen mit Stangen und Luftballons halten, nehmen an einem Klimastreik in Deutschland teil.

Koalition auf Kurs bei Verhandlungen über Heizungsgesetz - Heizungsgesetz: CDU/CSU und SPD ringen um Kompromiss bei 65-Prozent-Regel für erneuerbare Energien

Monatelange Unsicherheit und Streit: Deutschlands Heizungsgesetz-Reform steht vor dem Kompromiss

Die Reform des Heizungsgesetzes hat in Deutschland monatelange Debatten und Verunsicherung ausgelöst. Hausbesitzer, Wirtschaftsverbände und Politiker sind nach wie vor uneins über zentrale Änderungen – insbesondere die Vorgabe, dass neue Heizungsanlagen mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen müssen. Nach langem Hin und Her nähern sich die Regierungsparteien nun einer Einigung.

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) soll langfristig Öl- und Gasheizungen abschaffen und so dem Klimaschutz dienen. Doch eine zentrale Regelung – die 65-Prozent-Vorgabe für erneuerbare Energien bei Neuanlagen – entwickelte sich zum größten Streitpunkt. Zwar hatten sich CDU/CSU und SPD zunächst auf eine Reform verständigt, doch die Verhandlungen stockten an der Frage, wie streng die neuen Regeln ausfallen sollen.

Die Reaktionen der Öffentlichkeit fallen gemischt aus. Viele Hausbesitzer zögerten wegen der Unklarheiten notwendige Modernisierungen hinaus, während Branchenverbände wie der BDEW klarere und praxistauglichere Vorgaben forderten. Die CDU/CSU drängte darauf, die 65-Prozent-Regel abzumildern oder ganz zu streichen – mit dem Argument, bezahlbare und planbare Lösungen seien nötig. Die SPD hingegen bestand auf der Beibehaltung, um die Klimaziele nicht zu gefährden.

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In den jüngsten Gesprächen signalisierten beide Seiten Fortschritte. Jens Spahn (CDU/CSU) betonte, es gelte, Kosten, Versorgungssicherheit und Umweltziele in Einklang zu bringen. Matthias Miersch (SPD) räumte zwar ein, dass die Positionen zunächst weit auseinanderlagen, zeigte sich aber zuversichtlich, dass eine Einigung greifbar sei. Bestehende Heizungsanlagen bleiben von den Änderungen unberührt, doch für Neuanlagen gelten künftig strengere Auflagen.

Mittlerweile sind sich die Fraktionsspitzen beider Lager einig, dass schnell eine praktikable Lösung her muss. Die Reformvorschläge sollen in den kommenden Tagen vorgestellt werden, ein endgültiger Kompromiss könnte bereits nächste Woche stehen.

Ziel der Reform ist es, klare Regeln für Millionen Haushalte zu schaffen und gleichzeitig die Emissionen zu senken. Wird das überarbeitete Gesetz verabschiedet, wird es die deutsche Heizungspolitik auf Jahre prägen. Die Entscheidung wird zeigen, ob Hausbesitzer mit höheren Kosten, strengeren Vorschriften – oder einer Mischung aus beidem – rechnen müssen.