Hannovers Hauptbahnhof: Grünen-Vorwurf an Regierung wegen Blockade beim Ausbau
Clara FrankeHannovers Hauptbahnhof: Grünen-Vorwurf an Regierung wegen Blockade beim Ausbau
Ein Streit um den Ausbau des Hauptbahnhofes Hannover ist entbrannt. Die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen, Swantje Michaelsen, wirft der Bundesregierung vor, die weitere Planung zu blockieren. Der Bahnhof ist ein zentraler Knotenpunkt, der täglich über 260.000 Fahrgäste und 750 Züge abwickelt.
Der Hauptbahnhof Hannover leidet unter massiven Kapazitätsengpässen, die zu Verspätungen im S-Bahn-Netz führen. Um den Flaschenhals zu entschärfen, wären zwei zusätzliche Gleise und ein neuer Bahnsteig nötig – doch die Finanzierung ist bisher nur für die bestehende Infrastruktur gesichert, nicht für den Ausbau.
Michaelsens Büro betonte, dass Bundes-Schienenprojekte in Etappen gefördert werden. Bei den jüngsten Verhandlungen sei jedoch kein einziges Projekt in die nächste Planungsphase vorgerückt, was Verzögerungen oder sogar das Scheitern wichtiger Vorhaben riskiere. Auch das Bündnis Allianz pro Schiene kritisierte die ausbleibenden Investitionen und nannte die Zögerlichkeit der Regierung „unlogisch“.
Das Bundesverkehrsministerium versichert, es setze sich in den Haushaltsverhandlungen für zusätzliche Mittel ein. Im Fokus stehe sowohl die Modernisierung der bestehenden Schieneninfrastruktur als auch der Neubau von Strecken. Ohne weitere Gelder könnten die beiden Zusatzgleise jedoch nicht realisiert werden – die Überlastung und Pünktlichkeitsprobleme blieben dann ungelöst. Die anstehenden Haushaltsberatungen werden zeigen, ob das Projekt vorankommt.






