05 March 2026, 12:13

Handwerk in der Krise: 2025 so viele Insolvenzen wie seit 2014 nicht mehr

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto einer Fabrik mit Arbeitern, die eine Maschine bedienen, umgeben von Metallstangen und -pfählen, mit der Aufschrift "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik in Deutschland" unten.

So viele Handwerksinsolvenzen wie seit 2014 - Handwerk in der Krise: 2025 so viele Insolvenzen wie seit 2014 nicht mehr

Deutsches Handwerk erlebte 2025 das schwerste Jahr seit über einem Jahrzehnt

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Die Insolvenzzahlen im Handwerk stiegen im Vergleich zu 2024 um 13,3 Prozent auf 4.950 Fälle – der höchste Stand seit 2014. Steigende Kosten und eine schwache Nachfrage haben viele Betriebe an den Rand des Ruins getrieben.

Der Sektor kämpft mit wachsendem finanziellen Druck: Energie-, Material- und Lohnkosten sind stark angestiegen und zehren an der Liquidität kleiner und mittlerer Unternehmen. Gleichzeitig dämpfen zurückhaltende Konsumausgaben und eine stagnierende Bauwirtschaft die Auftragslage.

Die Insolvenzzahlen des vergangenen Jahres erreichten fast das Niveau von 2014, als rund 5.000 Handwerksbetriebe Pleite gingen. Zwar liegt keine detaillierte Aufschlüsselung nach Gewerken vor, doch Branchenberichte deuten auf eine breite Belastung im gesamten Sektor hin.

Trotz der Krise gibt es vorsichtige Hoffnungsschimmer: Rund 27 Prozent der Handwerksbetriebe rechnen für 2026 mit höheren Umsätzen – ein mögliches Zeichen für eine Erholung.

Der Insolvenzanstieg 2025 markiert die schwerste Krise des deutschen Handwerks seit über zehn Jahren. Die Betriebe ringen weiterhin mit hohen Betriebskosten und nachlassender Nachfrage. Ein leichter Aufschwung könnte sich abzeichnen, doch der Sektor bleibt unter erheblichem Druck.