27 January 2026, 18:33

Hammer meldet Insolvenz an – doch alle Filialen bleiben vorerst geöffnet

Eine Gruppe von Menschen steht vor einem Geschäft mit einer Tafel, auf der 'crcare' steht, mit Regalen voller Lebensmittel, Flaschen und anderen Gegenständen im Inneren und einer Tafel mit Text auf der linken Seite.

Hammer Raumstylisten GmbH beantragt Insolvenz - Hammer meldet Insolvenz an – doch alle Filialen bleiben vorerst geöffnet

Die Hammer Raumstylisten GmbH, Betreiberin der Hammer-Einrichtungsmärkte, hat beim Amtsgericht Bielefeld Insolvenz angemeldet. Der Schritt erfolgt nur wenige Monate, nachdem ein Investorenkonsortium das Unternehmen im Herbst 2025 übernommen hatte, um die Geschäfte nach einer turbulenten Phase mit Umstrukturierungen und Filialschließungen zu stabilisieren.

Trotz des Insolvenzantrags bleiben vorerst alle 93 Hammer-Filialen geöffnet, und der Betrieb läuft zunächst wie gewohnt weiter.

Die finanziellen Probleme des Unternehmens begannen im Juni 2025, als die damalige Muttergesellschaft, die Schlau Group, ein Schutzschirmverfahren einleitete. Die Gruppe wurde später abgewickelt, was zur Schließung von rund 70 Hammer-Filialen und zur vollständigen Einstellung des Schlau-Großhandelsgeschäfts führte. Diese Maßnahmen kosteten zahlreiche Arbeitsplätze im gesamten Konzern.

Im Oktober 2025 übernahm ein namentlich nicht genanntes Investorenkonsortium die Vermögenswerte von Hammer im Rahmen eines Asset Deals und führte das Unternehmen unter dem neuen Namen Hammer Raumstylisten GmbH fort. Doch Lieferkettenverzögerungen aufgrund technischer Probleme belasteten den Neuanfang, sodass auch die neue Gesellschaft in die Insolvenz rutschte. Das Unternehmen begründet den Schritt damit, dass das Verfahren die Auszahlung der Löhne über das Insolvenzgeld sichere und eine stabilere finanzielle Struktur ermögliche. Der Rechtsanwalt Stefan Mayer von der Kanzlei Pluta wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt, um das Verfahren zu begleiten.

Mit 93 Standorten und rund 1.200 Beschäftigten bleibt Hammer vorerst operativ tätig. Im Rahmen der Insolvenzverfahren werden die nächsten Schritte des Unternehmens geklärt, darunter mögliche Umstrukturierungen oder weitere Anpassungen des Geschäftsmodells. Priorität hat es, den Betrieb aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die finanziellen Herausforderungen zu bewältigen.