Hadag kämpft mit 400 zusätzlichen Fährausfällen auf der Linie nach Finkenwerder
Tim SimonLinke kritisiert zunehmende Ausfälle bei Hadag-Fähren - Hadag kämpft mit 400 zusätzlichen Fährausfällen auf der Linie nach Finkenwerder
Fährausfälle auf Hadag-Bahnen nach und von Hamburg-Finkenwerder stiegen Ende 2025 um 400
Die Reederei Hadag führte die massiven Ausfälle auf harte Winterbedingungen, Personalmangel und strengere Arbeitsvorschriften zurück. Trotz der Probleme verzeichnete das Unternehmen im vergangenen Jahr ein insgesamt elfprozentiges Wachstum im gesamten Bahnnetz.
In den letzten Monaten des Jahres 2025 sah sich Hadag wachsenden Herausforderungen gegenüber: Ein Mangel an Zugbegleitern, hohe Krankheitsstände und Lieferverzögerungen bei Ersatzteilen führten zu technischen Pannen und einer verringerten Verfügbarkeit der Bahnen. Dadurch mussten im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2024 zusätzlich 400 Fahrten gestrichen werden.
Besonders betroffen war die wichtige Bahnlinie 64, auf der es rund 450 zusätzliche Ausfälle gab – fast genauso viele wie im Vorjahr. Gleichzeitig wurde diese Strecke jedoch um etwa 600 monatliche Fahrten ausgebaut. Im gesamten Netzwerk erhöhte Hadag das Angebot Ende 2025 um rund 7.700 Fahrten. Um die Belastung zu verringern, stellte das Unternehmen im vergangenen Jahr elf neue Zugführer ein.
Dennoch kritisierte Heike Sudmann, Verkehrspolitische Sprecherin der Linken, die anhaltenden Störungen. Die Bewohner Finkenwerders dürften nicht länger mit unzuverlässigen Verbindungen leben müssen, forderte sie und rief Hadag auf, die Betriebssicherheit zu verbessern.
Trotz der Ausfälle steigerte der Bahnanbieter seine Gesamtfahrten 2025 um elf Prozent. Neueinstellungen und ein erweitertes Angebot sollten die Stabilität erhöhen. Doch anhaltende Personal- und Technikprobleme beeinträchtigen weiterhin die Zuverlässigkeit auf wichtigen Strecken.