Grüne in Großbritannien fordern drei bezahlte Menstruationsfreitage pro Monat
Lukas BraunGrüne in Großbritannien fordern drei bezahlte Menstruationsfreitage pro Monat
Ein neuer Vorschlag der britischen Grünen Partei sieht vor, dass menstruierende Arbeitnehmerinnen pro Monat drei zusätzliche bezahlte Freitage erhalten. Der Plan ist Teil des Programms „Politik für eine nachhaltige Gesellschaft“ und soll Beschäftigte unterstützen, ohne dass ein ärztliches Attest erforderlich ist. Die Tage würden nicht als reguläre Krankheitstage gelten.
Eingebracht wurde der Antrag von Allan McLeod, einem männlichen Parteimitglied, Gewerkschaftsvertreter und trans Aktivisten. Laut dem Vorschlag hätten anspruchsberechtigte Arbeitnehmer:innen Anspruch auf 36 zusätzliche bezahlte Freitage pro Jahr. Die Formulierung des Entwurfs ist geschlechtsneutral, lässt jedoch offen, ob auch Männer, die sich als Frauen identifizieren, Anspruch darauf hätten.
Der Co-Vorsitzende der Grünen, Zack Polanski, betrachtet den Vorstoß als Möglichkeit, die wirtschaftspolitische Glaubwürdigkeit der Partei zu stärken. Kritiker warnen hingegen, dass die Regelung für Unternehmen eine erhebliche finanzielle Belastung darstellen könnte.
Der Entwurf sieht jährlich 36 Tage Menstruationsurlaub für berechtigte Arbeitnehmer:innen vor. Auf eine Krankschreibung wird verzichtet, und die Freitage werden separat von regulären Krankheitstagen behandelt. Bedenken bleiben jedoch, wie sich die Regelung in der Praxis auf Arbeitgeber auswirken würde.
