Grüne geben Hitzewelle nach: Klimaanlagen in Schulen doch erlaubt
Rekordhitze in Frankreich zwingt zum Umdenken bei Klimaanlagen. Mehr als die Hälfte des Landes stand unter der höchsten Hitzewarnstufe, als die Temperaturen 40°C erreichten oder überschritten. Schulen blieben geschlossen, und die Forderungen nach Kühlsystemen wurden lauter.
Am 20. Juni 2025 trat Marine Tondelier, die nationale Sekretärin der Grünen, im Sender LCI auf. Sie räumte ein, dass Klimaanlagen in Schulen und Krankenhäusern inzwischen notwendig seien. Dies stellte eine deutliche Abkehr von der bisherigen Haltung ihrer Partei dar, die solche Vorschläge bisher als umweltschädlich abgelehnt hatte.
Tondelier bezeichnete Klimaanlagen als ein langjähriges „Tabu“ für ihre Partei. Sie betonte jedoch, dass sie nicht als universelle Lösung betrachtet werden dürften. Dennoch zwangen die extremen Bedingungen viele Grüne, ihre Rolle in öffentlichen Einrichtungen anzuerkennen.
Die Hitzewelle spitzte sich rasant zu. Am 23. Juni 2025 verzeichnete Frankreich den heißesten Tag seit 1947. Ministerpräsident Sébastien Lecornu reagierte mit der Anordnung, das Gesundheitssystem stärker zu mobilisieren, um die Krise zu bewältigen.
Der Kurswechsel der Grünen wirft Fragen zur früheren Ablehnung auf. Schulen und Krankenhäuser haben nun einen klareren Weg, Kühlsysteme einzurichten. Die Maßnahmen der Regierung im Gesundheitsbereich zielen darauf ab, die Risiken durch die extremen Temperaturen zu verringern.
