Große Warnstreiks im Handel: Warum die Löhne jetzt zum Zündstoff werden
Warnstreiks in mehreren großen Handelsketten in Deutschland angekündigt
Die Arbeitsniederlegungen folgen dem Scheitern der Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern. Die Gespräche sind an der Frage von Lohnerhöhungen gescheitert, die nach Ansicht der Beschäftigten die Inflation nicht ausgleichen.
Von den Streiks betroffen sind Unternehmen wie Rewe, Penny, Kaufland, Hit, Douglas, IKEA, H&M, Zara, Primark, Metro sowie die Rewe-Logistik. Die Gewerkschaften fordern eine monatliche Erhöhung um 250 Euro für die Beschäftigten und eine jährliche Steigerung um 150 Euro für Auszubildende. Zudem soll der neue Tarifvertrag eine Laufzeit von zwölf Monaten haben.
Die Arbeitgeber bieten derzeit eine Lohnerhöhung von 2 Prozent für Einzelhandelsmitarbeiter nach sechs Monaten sowie eine Steigerung von 1,8 Prozent für Großhandelsbeschäftigte an. Dies kommt nach monatelanger Lohnstagnation. Die Gewerkschaften kritisieren, dass das Angebot die steigenden Lebenshaltungskosten nicht berücksichtigt.
Obwohl weitere Verhandlungen stattgefunden haben, haben die Arbeitgeber ihr Angebot nicht verbessert. Proteste sind nun in Wiesbaden, Kassel, Frankfurt und Darmstadt geplant.
Der Streik wird zahlreiche Einzelhandelsmarken und Logistikbetriebe treffen. Die Beschäftigten werden die Arbeit niederlegen, sofern die Arbeitgeber kein überarbeitetes Lohnangebot vorlegen. Im Mittelpunkt des Konflikts stehen Lohnniveaus, die nach Ansicht der Gewerkschaften den aktuellen wirtschaftlichen Druck nicht widerspiegeln.
