Gewerkschafterin Benner fordert gezielte Industriepolitik statt pauschaler Kürzungen
Marie SchulzGewerkschafterin Benner fordert gezielte Industriepolitik statt pauschaler Kürzungen
Yasmin Benner, eine führende Gewerkschaftsvertreterin, hat sich zu den wirtschaftlichen Herausforderungen Deutschlands und der Industriepolitik geäußert. Sie betonte die Notwendigkeit gezielter Unterstützung statt pauschaler Kürzungen bei Subventionen. Ihre Äußerungen fallen vor einem entscheidenden Treffen mit den Sozialpartnern, bei dem es um die schwächelnde Wirtschaft des Landes geht.
Benner kritisierte Vorschläge zur Reform der Arbeitszeitregelungen als „absurd“ für Unternehmen, die bereits mit schwacher Nachfrage zu kämpfen hätten. Zudem argumentierte sie, dass es im globalen Wettbewerb – insbesondere gegenüber China und den USA – längst keine „gleichen Wettbewerbsbedingungen“ mehr gebe. Statt undifferenzierter Kürzungen forderte sie eine fokussierte Industriestrategie.
Sie verwies auf den täglichen Druck, dem Arbeitnehmer ausgesetzt seien – von steigenden Lebenshaltungskosten bis hin zur Vereinbarkeit von Haushaltsaufgaben und Kinderbetreuung. Zwar zeigte sie sich offen für die Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, machte aber deutlich, dass Gewerkschaften keine Regierungsaufgaben übernehmen oder wie Koalitionsverhandlungen Politik aushandeln könnten.
Benner unterstützte gezielte Industrieinitiativen, darunter die Produktion von grünem Stahl, die Elektromobilität und wettbewerbsfähige Strompreise für die Industrie. Diese seien ihrer Ansicht nach entscheidend, damit Deutschland in einem harten globalen Markt konkurrenzfähig bleibe.
Das Treffen mit den Sozialpartnern gewinnt angesichts der wirtschaftlichen Schwierigkeiten Deutschlands an Bedeutung. Benners Position unterstreicht die Notwendigkeit präziser Industriepolitik statt pauschaler Maßnahmen. Ihr Fokus liegt darauf, die Belastungen für Arbeitnehmer zu verringern und gleichzeitig Schlüsselsektoren zu stärken.






