Gewaltwelle gegen Krypto-Besitzer: Wie Erpresser Millionen erbeuten
Weltweit häufen sich gewaltsame Überfälle mit dem Ziel, Kryptowährungen zu stehlen. Sicherheitsexperten warnen Besitzer digitaler Vermögenswerte zunehmend davor, ihren Reichtum öffentlich zu machen, um nicht selbst zum Ziel zu werden. Aktuelle Fälle in den USA und Europa zeigen, wie brutal diese Angriffe verlaufen können.
In einem spektakulären Fall gestanden zwei Brüder aus Texas, Isiah Angelo Garcia und Raymond Christian Garcia, eine Familie in Minnesota mit vorgehaltener Waffe über acht Stunden lang in ihrem eigenen Zuhause festgehalten und um Kryptowährungen im Wert von mehr als 8 Millionen Pfund erpresst zu haben. Dem Sohn der Familie gelang es, heimlich den Notruf zu wählen, woraufhin die Täter nach der Überweisung der Gelder flohen. Später wurden sie anhand von am Tatort zurückgelassenen Gegenständen im Raum Houston identifiziert und festgenommen. Ihnen drohen nun bis zu 20 Jahre Haft in einem Bundesgefängnis; zudem müssen sie über 8 Millionen Pfund als Schadensersatz zahlen.
Im Mai wurden drei Männer aus Tennessee wegen einer Serie bewaffneter „Schraubenschlüssel-Attacken“ in Kalifornien angeklagt – bei diesen dreisten Raubzügen sollen sie Beute im Wert von 6,5 Millionen Pfund erbeutet haben. Im vergangenen Jahr wurde Remy St. Felix zu 47 Jahren Haft verurteilt, weil er in North Carolina eine gewalttätige Bande angeführt hatte, die sich auf Überfälle in Wohnungen mit dem Ziel spezialisiert hatte, Kryptowährungen zu rauben. Unterdessen verzeichnet auch Frankreich einen Anstieg solcher Angriffe: Staatsanwälte haben im Rahmen von zwölf Ermittlungsverfahren 88 Personen angeklagt, darunter auch Minderjährige.
Die Fälle sind Teil eines besorgniserregenden globalen Trends, bei dem Opfer durch Gewalt oder Drohungen gezwungen werden, ihre Kryptowährungen herauszugeben. Diese als „Schraubenschlüssel-Attacken“ bekannten Überfälle nehmen zu – die Behörden ermitteln weiter und gehen mit aller Härte gegen die Täter vor.






