25 February 2026, 20:45

Gericht stoppt überteuerte Oktoberfest-Tische im Online-Handel

Ein Plakat, das ein Konzert in München, Deutschland, ankündigt und den Text beschreibt.

Oktoberfest-Reservierung: Gericht verbietet teure Weiterverkauf - Gericht stoppt überteuerte Oktoberfest-Tische im Online-Handel

Münchner Gericht stoppt Event-Agentur wegen überteuerter Weiterverkäufe von Oktoberfest-Tischen online

Ein Münchner Gericht hat einer Event-Agentur untersagt, Reservierungen für Oktoberfest-Tische online zu überhöhten Preisen weiterzuverkaufen. Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der die Veranstalter weiterhin gegen unseriöse Geschäfte vorgehen, die dem Ruf des Volksfests schaden. Das diesjährige Oktoberfest findet vom 19. September bis zum 4. Oktober auf der Theresienwiese in München statt.

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Das Gericht verbot der Agentur konkret, sechs Plätze in einem der Tische im Ochsenbraterei-Zelt für 1.729 Euro – inklusive Essensgutscheine – anzubieten. Die Nutzungsbedingungen der Ochsenbraterei verbieten ausdrücklich den gewinnorientierten oder überteuerten Weiterverkauf von Reservierungen online. Die Familie Haberl, die das Zelt betreibt, hatte bereits in der Vergangenheit ähnliche Klagen gegen Online-Wiederverkäufer gewonnen.

Noch 2020 waren stornierte Oktoberfest-Reservierungen trotz eines regulären Preises von rund 400 Euro für bis zu 1.990 bis 3.299 Euro online angeboten worden. Trotz des aktuellen Urteils werden Tische weiterhin zu stark überhöhten Preisen online inseriert. Einige Anbieter verlangen mittlerweile fast 10.000 Euro für zwei oder mehr Zehn-Personen-Tische online.

Die Stadt München betreibt ein offizielles Portal, über das ungenutzte Reservierungen zum Originalpreis getauscht oder verkauft werden können. Oktoberfest-Chef Christian Scharpf begrüßte die Gerichtsentscheidung und betonte, dass solche Praktiken dem Image des Festes schadeten.

Das Urteil unterstreicht die bestehenden Regeln gegen Wucher mit Oktoberfest-Plätzen online. Dennoch bleiben überteuerte Online-Angebote ein Problem. Über die offiziellen Kanäle können weiterhin Reservierungen zu fairen Konditionen umgebucht werden.