Georgiens Justiz zerschlägt kriminelles Netzwerk mit Ex-Minister an der Spitze
Clara FrankeGeorgiens Justiz zerschlägt kriminelles Netzwerk mit Ex-Minister an der Spitze
In Georgien hat die Justiz einen großen Schlag gegen ein organisiertes kriminelles Netzwerk geführt. Die Behörden haben 17 Mitglieder der Gruppe festgenommen, während drei weitere Personen noch gesucht werden. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht Irakli Mkheidze, der ehemalige stellvertretende Gesundheitsminister des Landes. Mkheidze wurde wegen Amtsmissbrauchs angeklagt, da er während seiner Amtszeit die Behörde für die Regulierung medizinischer und pharmazeutischer Tätigkeiten leitete. Die Vorwürfe beziehen sich auf seine mutmaßliche Beteiligung am illegalen Handel mit psychotropen Medikamenten. Ein Gericht hat bereits seine Untersuchungshaft angeordnet, während die Ermittlungen weiterlaufen.
Die Staatsanwaltschaft hat zudem Maßnahmen gegen 24 in Georgien registrierte juristische Personen eingeleitet. Bisher kooperierten 11 Beschuldigte mit den Behörden und sehen sich nun Anklagen ohne Haftbefehl gegenüber. Das kriminelle Netzwerk operierte laut Ermittlungen von 2018 bis 2025 unter der Führung von Verantwortlichen importierender Unternehmen.
Durch den illegalen Handel sollen unerlaubte Gewinne in Höhe von bis zu 54 Millionen Lari erzielt worden sein, was etwa 20,4 Millionen US-Dollar entspricht. Der Fall hat sowohl strafrechtliche als auch finanzielle Folgen. Mkheidze bleibt bis auf Weiteres in Untersuchungshaft, während die Ermittlungen gegen die weiteren Beteiligten und die betroffenen Unternehmen andauern.
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