Galeria kämpft ums Überleben – 30 Filialen vor der Schließung
Galeria-Kaufhauskette steckt in tiefen finanziellen Schwierigkeiten
Die deutsche Warenhauskette Galeria kämpft um ihr Überleben. Das Unternehmen benötigt dringend frisches Kapital, um die Pleite abzuwenden, und setzt auf massive Rabattaktionen, um die Gehälter seiner 12.000 Mitarbeiter zu finanzieren. Ein möglicher Rettungsanker wird derzeit mit einem US-Investor verhandelt.
Galeria verhandelt mit der Beteiligungsgesellschaft Gordon Brothers über ein Darlehen in Höhe von 160 Millionen Euro, um eine bestehende Schuldenlast von 80 Millionen Euro umzuschulden und ausstehende Mieten zu begleichen. Angesichts knapper Kassen hat die Kette bereits die Bestellung neuer Ware für ihre 83 Filialen stark reduziert.
Laut dem geplanten Deal soll Gordon Brothers etwa 30 Standorte schließen und die Verkaufsflächen verringern. Teile der Flächen könnten an externe Mieter vermietet werden, um die Kosten zu senken. Ziel ist es, das Unternehmen bis 2028 wieder in die Gewinnzone zu führen.
Branchenkenner zweifeln jedoch, dass das Darlehen ausreichen wird. Die monatlichen Verluste liegen weiterhin im Millionenbereich, und die Zukunft von Filialen wie dem Standort in der Mainzer Altstadt ist ungewiss. Scheitert die Vereinbarung, könnte Galeria bereits in diesem Sommer aufgrund von Warenengpässen zusammenbrechen.
Das Überleben der Kette hängt nun vom Deal mit Gordon Brothers ab. Ohne ihn drohen Insolvenz und Filialschließungen. Selbst mit dem Kredit bleibt der Weg zur Erholung steil und unsicher.






