Fußball wird zum Wahlkampf-Symbol in Kolumbiens Präsidentschaftsrennen
Der Fußball spielt eine zentrale Rolle im kolumbianischen Präsidentschaftswahlkampf. Abelardo de la Espriella nutzt diese Popularität für sich und setzt das Trikot der Nationalmannschaft als Symbol in seiner Kampagne ein. Gleichzeitig wird die mögliche Bewerbung Kolumbiens um eine FIFA-Weltmeisterschaft diskutiert. Abelardo de la Espriella führt die Umfragen mit 52 Prozent der Stimmen an. Neun Tage vor der Wahl liegt sein Konkurrent Iván Cepeda mit 44 Prozent hinter ihm. Cepeda hatte vor der ersten Wahlrunde am 31. Mai noch die Führung inne, doch de la Espriella setzte sich mit 43 Prozent durch. Der Stichwahlkampf bleibt weiterhin knapp.
Parallel dazu schlägt Iván Cepeda vor, dass Kolumbien sich um die Ausrichtung einer FIFA-Weltmeisterschaft bewerben sollte. Allerdings hat die FIFA die WM 2030 bereits an Spanien, Portugal und Marokko vergeben, während die Austragung 2034 an Saudi-Arabien geht. Kolumbien ist bisher der einzige Gastgeber, der sich jemals von der Ausrichtung einer FIFA-Weltmeisterschaft zurückgezogen hat.
Zusätzlich haben Kürzungen im Sportbudget unter der Regierung von Präsident Gustavo Petro bei Athlet:innen Proteste ausgelöst. Die Verbindung von Fußball und Politik prägt den Wahlkampf in Kolumbien. Während Abelardo de la Espriella mit einem knappen Vorsprung in die Stichwahl geht, bleiben die Diskussionen über die Sportförderung und mögliche Großereignisse wie eine WM-Bewerbung weitere Themen im Land.
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