Fürth trauert um Anette Reichstein – eine Lebensbilanz des Engagements
Lukas BraunFürth trauert um Anette Reichstein – eine Lebensbilanz des Engagements
Anette Reichstein, langjähriges Mitglied des Fürther Stadtrats, ist im Alter von 75 Jahren verstorben. Die SPD-Politikerin starb am 3. Juni 2026 und hinterlässt ein Erbe des öffentlichen Engagements und der Fürsprache. Später in diesem Monat wird eine Gedenkfeier zu ihren Ehren stattfinden, um ihr Wirken zu würdigen.
Reichstein widmete sich fast zwei Jahrzehnte der Kommunalpolitik und saß von 1990 bis 2008 im Stadtrat von Fürth. Als Mitglied der SPD übernahm sie verschiedene Aufgaben, darunter von 2002 bis 2008 den Posten der stellvertretenden Vorsitzenden der Fraktion. Über die Politik hinaus setzte sie sich als Jugendrichterin für die Belange junger Menschen ein.
Ihr Einsatz erstreckte sich auch auf soziale Anliegen und gemeinnützige Organisationen. Sie trug maßgeblich zur Gründung des Fürther Frauenhauses bei und war Mitbegründerin des Diakonievereins St. Martin. Ab 1994 engagierte sie sich zudem im Kirchenvorstand der Pfarrei St. Martin, wo auch die Trauerfeier stattfinden wird.
Für ihr langjähriges Wirken wurde Reichstein im Februar 2020 von der Stadt Fürth mit dem Goldenen Kleeblatt ausgezeichnet. Zudem blieb sie über viele Jahre in der Arbeiterwohlfahrt (AWO) aktiv und bekleidete dort verschiedene Positionen.
Die Gedenkfeier findet am 20. Juni 2026 um 13:00 Uhr in der St.-Martins-Kirche, Hochstraße 14, statt.
Mit Reichsteins Tod endet eine lange Karriere im Dienst der Öffentlichkeit und des sozialen Engagements. Die Trauerfeier in der St.-Martins-Kirche bietet der Gemeinschaft die Möglichkeit, ihr Wirken zu reflektieren. Ihr Einsatz für Jugendfürsorge, Frauenunterstützung und lokale Politik wird in Erinnerung bleiben.






