Fünf Monate in Abschiebehaft: Wie ein Datenanalyst aus Venezuela frei kam
Marie SchulzFünf Monate in Abschiebehaft: Wie ein Datenanalyst aus Venezuela frei kam
Der venezolanische Datenanalyst Rafael Rubio wurde am 12. Januar 2023 während eines Asylgesprächs auf Long Island in Gewahrsam genommen. Das US-Heimatschutzministerium begründete die Festnahme damit, dass Rubio ein Visum aus dem Jahr 2017 überzogen und keine gültige Arbeitserlaubnis besessen habe. Rubio, der über einen Temporary Protected Status verfügte, der ihm das Leben und Arbeiten in den USA bis Oktober 2026 erlaubt, verbrachte fünf Monate in der Abschiebehaftanstalt Delaney Hall des US-Einwanderungs- und Zolldienstes (ICE) in Newark. Er beschrieb die Zeit dort als 'einen einzigen Albtraum' und fürchtete, die Einrichtung niemals wieder verlassen zu können.
Seine Freilassung erfolgte schließlich am 19. Juni 2023, nachdem sich unter anderem Bürgermeister Zohran Mamdani, Ratsvorsitzende Julie Menin und Migrationsaktivisten für ihn eingesetzt hatten. Mamdani sprach sich öffentlich für Rubios Recht aus, im Land bleiben zu dürfen.
Trotz der Entlassung bleibt Rubios vorübergehender Schutzstatus bis 2026 gültig. Allerdings ist der Rechtsstreit noch nicht beendet, da die Regierung Berufung gegen den Fall eingelegt hat. Ein Berufungsverfahren wird nun entscheiden, ob er dauerhaft in den USA bleiben kann. Mit seiner Freilassung kann Rafael Rubio vorerst in den USA bleiben und seine Arbeit als Datenanalyst beim New Yorker Stadtrat fortsetzen. Die anhängige Berufung zeigt jedoch, dass sein rechtlicher Status noch nicht endgültig geklärt ist.
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