Frankfurt plant Milliardeninvestitionen für den Ausbau der Schieneninfrastruktur bis 2035
Tim SimonAusbauplan für das Schienennetz in Frankfurt genehmigt - Frankfurt plant Milliardeninvestitionen für den Ausbau der Schieneninfrastruktur bis 2035
Der Frankfurter Stadtrat hat grünes Licht für eine große Ausweitung des schienengebundenen Öffentlichen Nahverkehrs gegeben. Der neu beschlossene Gesamtplan Schienenverkehr 2035 sieht 23 Projekte für vertiefte Untersuchungen vor, die aus 56 ursprünglichen Vorschlägen ausgewählt wurden. Nun werden die Behörden Investitionen in Millionenhöhe prüfen, darunter Modernisierungen der U-Bahn- und Straßenbahnnetze.
Der Plan bildet die Grundlage für künftige politische Entscheidungen zur Verkehrsinfrastruktur. Zu den zentralen Vorhaben gehört die Verlängerung der U-Bahn über den Südbahnhof hinaus, die möglicherweise bis zur Sachsenhäuser Warte führen soll – teilweise oberirdisch. Ein weiteres Großprojekt ist der Bau einer neuen Straßenbahnbrücke über den Main, begleitet von einer generellen Erweiterung des Straßenbahnnetzes.
Anschließend werden Machbarkeitsstudien die Umsetzbarkeit dieser Maßnahmen bewerten. Zudem soll der Plan die Anbindung im östlichen Stadtteil Bergen-Enkheim und im nördlichen Eckenheim verbessern. Die Zustimmung des Stadtrats war zwar erwartet worden, folgt aber auf frühere Empfehlungen des Frankfurter Magistrats und des Verkehrsausschusses.
Mit der Verabschiedung des Plans beginnen nun detaillierte Analysen zu Kosten und technischen Anforderungen. Die 23 vorselektierten Projekte durchlaufen weitere Prüfungen, bevor über eine endgültige Finanzierung entschieden wird. Ziel der Stadt ist es, den Zugang zum Öffentlichen Nahverkehr in den kommenden Jahren flächendeckend zu optimieren.