Flugsteuer sinkt ab 2026 – doch profitieren Reisende wirklich davon?
Marie SchulzFlugsteuer sinkt ab 2026 – doch profitieren Reisende wirklich davon?
Deutschland hat eine Senkung der Luftverkehrsabgabe angekündigt, die ab dem 1. Juli 2026 in Kraft treten soll. Die Ermäßigungen gelten für alle Flüge, wobei sich die Höhe der Steuer nach der zurückgelegten Entfernung richtet. Behörden haben die Airlines aufgefordert, die Ersparnisse an die Reisenden weiterzugeben.
Die neuen Steuersätze orientieren sich an drei Entfernungsstufen, die von Frankfurt am Main aus bis zum größten kommerziellen Flughafen des Ziellandes gemessen werden. Bei Flügen bis zu 2.500 Kilometern sinkt die Abgabe von 15,53 Euro auf 13,03 Euro. In dieser Kategorie sind viele europäische und Kurzstreckenflüge enthalten.
Für Mittelstreckenziele zwischen 2.500 und 6.000 Kilometern reduziert sich die Steuer von 39,34 Euro auf 33,01 Euro. Bei Langstreckenflügen über 6.000 Kilometer fällt die Senkung am stärksten aus: Hier verringert sich die Abgabe von 70,83 Euro auf 59,43 Euro.
Das Bundesfinanzministerium hat deutlich gemacht, dass die Fluggesellschaften die niedrigeren Steuern in den Ticketpreisen widerspiegeln sollten. Bisher hat jedoch noch keine deutsche Airline bestätigt, ob und wie sie die Preise für Passagiere anpassen wird.
Die Steueränderungen treten ab Mitte 2026 automatisch in Kraft und senken die Kosten für alle von Deutschland ausgehenden Flüge. Reisende zahlen je nach Entfernung zu ihrem Ziel weniger. Wie sich die Änderungen letztlich auf die Ticketpreise auswirken, bleibt jedoch ungewiss, bis die Airlines reagieren.






