06 January 2026, 14:41

FDP-Politiker sorgen mit Statler-und-Waldorf-Show für Eklat beim Stuttgarter Dreikönigsfest

Ein Mann in einem weißen Hemd und Brille steht neben einem Rednerpult und spricht.

Liberal Muppet Show: FDP-Spitzenpolitiker liefern Comedy-Act - FDP-Politiker sorgen mit Statler-und-Waldorf-Show für Eklat beim Stuttgarter Dreikönigsfest

Stuttgarts traditionelles Dreikönigsfest nahm in diesem Jahr eine unerwartete Wendung

Was eigentlich als feierliche Veranstaltung im Opernhaus geplant war, entwickelte sich zu einer ungewöhnlichen Szene: Zwei prominente FDP-Politiker sorgten mit lautstarken Zwischenrufen für Aufsehen. Wolfgang Kubicki und Marie-Agnes Strack-Zimmermann imitierten von einer Loge aus das berühmte Muppet-Show-Duo Statler und Waldorf – und brachen damit bewusst mit dem sonst so förmlichen Charakter der Veranstaltung.

Ihre Kommentare reichten von Witzen über russische Entführungen und linksextremen Terror bis hin zu scherzhaften Sticheleien gegeneinander. Die sonst so würdevoll verlaufende Feier geriet dadurch völlig aus dem gewohnten Rahmen.

Der Eklat begann, als Kubicki und Strack-Zimmermann während der Reden aus ihrer Loge heraus Zwischentöne einwarfen. Kubicki eröffnete mit der "Empfehlung", der ehemalige russische Präsident Dmitri Medwedew solle – falls er schon einen deutschen Politiker entführen wolle – lieber den Linken-Co-Vorsitzenden Jan van Aken statt CDU-Chef Friedrich Merz wählen. Strack-Zimmermann konterte mit der Bemerkung, sie sei zwar nicht Miss Piggy, aber Kubicki könne durchaus als Kermit durchgehen. Ihr Wortgefecht erinnerte stark an die sarkastischen Kommentare der beiden grantigen Muppet-Show-Senioren Statler und Waldorf.

Doch nicht alle Einwürfe blieben im humorvollen Bereich: Kubicki warnte mit ernsterem Unterton, eine linksextreme Gruppierung könnte eine deutsche Großstadt lahmlegen. Er kritisierte van Akens Haltung zu Enteignungen und warf der Linken vor, linksextreme Gewalt zu verharmlosen. Die Reaktionen im Publikum fielen gespalten aus – manche lachten, andere wirkten sichtlich irritiert. Nach den Zwischenrufen folgte kein weiterer Redner mehr, und die Veranstaltung endete ohne weitere Stellungnahmen von der Bühne. Die Organisatoren gingen auf den Vorfall während der Feier nicht offiziell ein.

Die Aktion von Kubicki und Strack-Zimmermann überschattete die Stuttgarter Dreikönigstradition. Ihre Mischung aus Humor und politischer Spitze stellte einen seltenen Bruch mit dem sonstigen protokollarischen Rahmen dar. Der Vorfall lenkt seither die Aufmerksamkeit auf den unkonventionellen Auftritt der beiden FDP-Politiker bei einer eigentlich formellen öffentlichen Veranstaltung.