06 May 2026, 16:12

Familienunternehmen warnen vor wirtschaftlichem Kraftverlust unter Schwarz-Rot

Offenes Buch mit handschriftlicher genealogischer Familienbaum-Darstellung, die die Abstammungslinie einer deutschen Familie zeigt.

Familienunternehmen warnen vor wirtschaftlichem Kraftverlust unter Schwarz-Rot

Ein Jahr nach Amtsantritt der schwarz-roten Koalition in Deutschland üben Familienunternehmen scharfe Kritik an der Regierung. Die Stiftung Familienunternehmen und Politik, die über 600 Firmen vertritt, wirft der Bundesregierung vor, die hohen Erwartungen nicht erfüllt zu haben. Führungskräfte warnen nun, dass die wirtschaftliche Stabilität auf dem Spiel stehe, sollten nicht dringend Kurskorrekturen vorgenommen werden.

Der Vorstand der Stiftung, Rainer Kirchdörfer, beschrieb die deutsche Wirtschaft als langsam, aber stetig schwächelnd. Er verglich die Lage mit einem stillen Kraftverlust, der das seit langem bewährte Exportmodell des Landes bedrohe. Seiner Ansicht nach habe auch die USA durch die Aushöhlung der Vorhersehbarkeit globaler Handelsregeln zur Instabilität beigetragen.

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Kirchdörfer betonte, dass ein Scheitern für die aktuelle Regierung keine Option mehr sei. Er forderte sofortiges Handeln, um zukunftsfähige Rahmenbedingungen für kommende Generationen und die Wirtschaft zu schaffen. Gleichzeitig räumte er ein, keine Fortschritte bei der Bürokratieabbau oder der Kürzung der Staatsausgaben zu erkennen.

Viele familiengeführte Unternehmen wollen zwar weiterhin in Deutschland investieren, sehen sich hierzulande aber mit begrenzten Möglichkeiten konfrontiert. In der Folge sind sie zunehmend gezwungen, im Ausland nach Gewinnen zu suchen. Die Kritik der Stiftung fällt in eine Zeit, in der sich auch die europäische Führung mit internen bürokratischen Herausforderungen konfrontiert sieht – was den Druck auf Berlin weiter erhöht.

Die Koalitionsregierung steht nun vor wachsenden Forderungen der Wirtschaft nach konkreten Reformen. Ohne klarere politische Weichenstellungen und weniger Bürokratie könnten Familienunternehmen ihre Investitionen weiter ins Ausland verlagern. Die Warnungen der Stiftung unterstreichen die Dringlichkeit, das wirtschaftliche Vertrauen in Deutschland wiederherzustellen.

Quelle