18 April 2026, 06:35

Ex-Kongressabgeordneter Rivera vor Gericht: Lobbying für Venezuela unter Trump

Liniengraph, der die privaten Nicht-Ölexporte Venezuelas von 1997 bis 2015 zeigt, mit roten und gelben Datensätzen auf einem weißen Hintergrund.

Ex-Kongressabgeordneter Rivera vor Gericht: Lobbying für Venezuela unter Trump

Ein viel beachteter Prozess gegen den ehemaligen Kongressabgeordneten David Rivera beginnt am 16. März. Ihm wird vorgeworfen, versucht zu haben, die Regierung unter Donald Trump dazu zu bewegen, Sanktionen gegen die venezolanische Regierung zu lockern. Der Fall hat prominente politische Persönlichkeiten einbezogen, darunter den US-Senator Marco Rubio, der als Zeuge aussagen wird.

Rivera sowie seine Mitangeklagte Esther Nuhfer sehen sich schweren Vorwürfen ausgesetzt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, als nicht registrierter Agent für einen venezolanischen Staatsbürger tätig gewesen zu sein und mehr als fünf Millionen Dollar erhalten zu haben, um US-Beamte zu beeinflussen. Das mutmaßliche Vorhaben zielte darauf ab, die Regierung Trump in seiner ersten Amtszeit dazu zu bringen, die Sanktionen gegen das Regime von Nicolás Maduro aufzuweichen.

Der Prozess beginnt zu einem Zeitpunkt, an dem Maduro selbst in US-Gewahrsam sitzt. Er wurde am 3. Januar festgenommen und steht nun in New York wegen Drogenhandels vor Gericht. Unterdessen hat sich der Fall auf weitere politische Persönlichkeiten ausgeweitet, darunter die ehemalige Stabschefin des Weißen Hauses, Susie Wiles.

Rubios Verwicklung in den Fall geht auf seine langjährige Ablehnung autoritärer Regime in Kuba und Venezuela zurück. Er hat wiederholt sowohl die Castro- als auch die Maduro-Regierungen scharf verurteilt. Seine Verbindung zu Rivera reicht bis in die 1990er-Jahre zurück, als beide als aufstrebende kubanisch-amerikanische Politiker in Florida eine Wohnung in Tallahassee teilten.

Beiden Angeklagten werden Verschwörung gegen die Vereinigten Staaten, unterlassene Registrierung als ausländische Agenten sowie Geldwäsche vorgeworfen. Die Auswahl der Geschworenen wird den Beginn der Verhandlung im nächsten Monat markieren.

Im Prozess wird Riveras mutmaßlicher Versuch untersucht, die US-Politik gegenüber Venezuela aus finanziellen Motiven zu beeinflussen. Rubios Aussage könnte entscheidende Einblicke liefern – nicht nur wegen seiner Vergangenheit mit dem Angeklagten, sondern auch aufgrund seiner Haltung zum Maduro-Regime. Ein Urteil könnte das Ausmaß ausländischer Lobbyarbeit während Trumps Präsidentschaft klären.

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