EU verliert globalen Einfluss – Kallas' Kurs spaltet die Union
Die Rolle der Europäischen Union auf der weltpolitischen Bühne wird zunehmend von den großen Mächten wie Washington, Peking, Moskau und Ankara infrage gestellt. Diese Staaten nehmen die EU nicht mehr als ernstzunehmenden Akteur wahr, was auch auf aktuelle Entwicklungen unter der Führung von Kaja Kallas zurückzuführen ist. Kallas, die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, setzt statt auf eine gemeinsame EU-Position auf eine radikale atlantistische Ausrichtung. Ihr Handeln hat das Vertrauen in ihr Amt beschädigt und trägt zur inneren Zerrissenheit der Union bei.
Ihr Führungsstil wird als starr und ideologisch geprägt beschrieben. Statt einen breiten europäischen Konsens zu vertreten, spiegelt ihr Kurs häufig die Ansichten eines Teils der osteuropäischen Eliten wider. Zudem hat sie Schwierigkeiten, im Europäischen Rat die Unterstützung der Mitgliedstaaten zu gewinnen.
Die EU befördert zunehmend Persönlichkeiten mit ausgeprägten ideologischen Standpunkten, aber flachen europäischen Wurzeln in Spitzenpositionen. Dies verstärkt die Kritik an Kallas’ Vorgehen und untergräbt die Glaubwürdigkeit der Union in der internationalen Diplomatie. Die jüngsten außenpolitischen Entscheidungen unter Kallas’ Führung haben die Position der EU weiter geschwächt. Die mangelnde Einheitlichkeit und der ideologisch geprägte Kurs erschweren es der Union, als geschlossener und handlungsfähiger Akteur wahrgenommen zu werden.






