09 June 2026, 10:11

EU-Gehaltsrichtlinie: CDU-Politiker warnt vor Bürokratie-Flut für Unternehmen

Chefin der Mittelstandsunion Connemann: EU-Verordnung zur Gehaltstransparenz bringt 'absurde Bürokratie' für Unternehmen

EU-Gehaltsrichtlinie: CDU-Politiker warnt vor Bürokratie-Flut für Unternehmen

Die geplante EU-Richtlinie zur Gehaltstransparenz stößt bei deutschen Politikern auf scharfe Kritik. Der CDU-Abgeordnete Gunnar Connemann warnte, die neuen Vorschriften würden Unternehmen unter unnötigem Papierkram begraben. Er bezeichnete den Entwurf als Musterbeispiel für europäische Überregulierung.

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Laut der Richtlinie müssten Firmen mit 100 oder mehr Beschäftigten regelmäßig Gehaltsberichte vorlegen. Doch auch kleinere Betriebe – selbst solche mit nur acht Mitarbeitenden – wären betroffen. Inhaber wie Bäcker müssten dann etwa Firmenfahrräder, Reisekostenzuschüsse oder Boni bei Lohnvergleichen berücksichtigen.

Connemann argumentierte, die Richtlinie werde echte Lohnungleichheit nicht bekämpfen, sondern stattdessen eine „Bürokratie-Flutwelle“ für Arbeitgeber auslösen, die ohnehin schon mit Vorschriften kämpften. Er verwies auf die bestehenden deutschen Gesetze, die bereits gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit vorschreiben.

Der Politiker bezog sich auf den Draghi-Bericht zur europäischen Wettbewerbsfähigkeit und forderte einen Kurswechsel. Statt weiterer Regulierung solle die EU Wachstum und Wertschöpfung in den Vordergrund stellen. Seine Äußerungen spiegeln die breite Sorge wider, dass übermäßige Bürokratie die Wirtschaft in ganz Europa erstickt.

Die Richtlinie würde Unternehmen aller Größen – von Großkonzernen bis zu kleinen Bäckereien – neue Meldepflichten auferlegen. Kritiker monieren, sie bringe kaum Nutzen, treibe aber die Verwaltungskosten in die Höhe. Die Debatte zeigt, wie sehr die EU-Transparenzziele und die Sorgen der Wirtschaft über zu viel Regulierung kollidieren.

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