EU-Fonds mit 80 Milliarden Euro soll Wachstum in ganz Europa beschleunigen
Clara FrankeEU-Fonds mit 80 Milliarden Euro soll Wachstum in ganz Europa beschleunigen
Ein neuer europäischer Fonds soll das Wachstum von Unternehmen in der gesamten EU mit zusätzlichen Investitionen von bis zu 80 Milliarden Euro fördern. Die Initiative, unterstützt von der Europäischen Investitionsbank (EIB) und dem Europäischen Investitionsfonds (EIF), zielt darauf ab, Lücken in der Finanzierung von Skalierungsvorhaben zu schließen – insbesondere in Regionen, die hinter etablierten Märkten wie Deutschland und Frankreich zurückliegen.
Die EIB und der EIF haben bereits 1,25 Milliarden Euro für das Programm zugesagt. Anders als bei früheren Vorhaben wird sich dieser Fonds auf die Unterstützung mittelgroßer Finanzierungsinstrumente konzentrieren, um eine breitere geografische Abdeckung in Europa zu gewährleisten. Das Ziel ist es, eine ausgewogenere Investitionslandschaft zu schaffen, da vielen EU-Ländern nach wie vor die robusten Finanzierungssysteme fehlen, wie sie in größeren Volkswirtschaften existieren.
Der Fonds wird in enger Zusammenarbeit mit bestehenden europäischen Instrumenten agieren, darunter der geplante Scaleup Europe Fund der Europäischen Kommission. Dieser soll ein Volumen von etwa fünf Milliarden Euro erreichen und direkt in Technologieunternehmen investieren. Statt in Konkurrenz zu treten, wird die neue Initiative des EIF den Scaleup Fund unterstützen und dessen Wirkung verstärken.
Um die Reichweite des Fonds zu erhöhen, wird die Investorenbasis erweitert. Institutionelle Akteure wie Versicherungen, Banken und Pensionsfonds werden nun eingebunden. Diese Ausweitung soll das verfügbare Kapital erhöhen und die Risiken gleichmäßiger über den Markt verteilen.
Durch die gemeinsamen Anstrengungen von EIF und EIB sollen erhebliche neue Mittel für europäische Unternehmen erschlossen werden. Indem mittelgroße Finanzierungsvehikel ins Visier genommen und der Investorenkreis erweitert wird, strebt die Initiative an, die Ungleichheiten bei der Skalierungsfinanzierung zu verringern. Die ersten Zusagen in Höhe von 1,25 Milliarden Euro markieren den Auftakt einer breiter angelegten Kampagne, um bis zu 80 Milliarden Euro an Wachstumskapital zu mobilisieren.






