Erste Wasserstoff-Pipeline verbindet Frankreich und Deutschland bis 2027
Lukas BraunErste Wasserstoff-Pipeline verbindet Frankreich und Deutschland bis 2027
Neue Wasserstoff-Pipeline verbindet bald Frankreich und Deutschland im Rahmen des mosaHYc-Projekts
Die 16 Kilometer lange Trasse, die von Leidingen in Frankreich nach Dillingen in Deutschland verläuft, markiert einen wichtigen Schritt für die grenzüberschreitende Energieinfrastruktur. Mit dem Baubeginn im August soll die Pipeline bis 2027 in Betrieb gehen.
Die Creos Deutschland GmbH hat den Auftrag zum Bau der Leitung erhalten, die die deutsch-französische Grenze mit dem Industriegelände der Rogesa Roheisen- und Rohstoffgesellschaft Saar mbH verbindet. Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit dem französischen Netzbetreiber NaTran S.A. und zielt darauf ab, die Wasserstoffversorgungsketten auf beiden Seiten der Grenze zu stärken.
Die Pipeline bildet ein zentrales Element des mosaHYc-Netzwerks, das Wasserstoffproduzenten und -verbraucher miteinander verbinden soll. Mit Investitionen von rund 70 Millionen Euro auf deutscher Seite handelt es sich um das bisher größte Wasserstoff-Infrastrukturvorhaben im Saarland. Norman Blaß, Leiter Netzbetrieb und Wasserstoff bei Creos Deutschland, betonte, dass die Leitung der regionalen Industrie einen direkten Zugang zu Wasserstoff ermöglichen werde.
Die Bauarbeiten werden von der Enrotec Versorgung GmbH & Co. KG und der Max Streicher GmbH & Co. KG aA durchgeführt. Dazu gehören das Verlegen der Stahlrohrleitung, die Querung von Straßen, Eisenbahnstrecken und Gewässern sowie Vorinbetriebnahme-Prüfungen. Eine öffentliche Informationsveranstaltung Mitte August wird Anwohner über den Stand des Projekts und die nächsten Schritte informieren.
Das mosaHYc-Wasserstoffnetz soll 2027 in Betrieb gehen. Sobald es funktioniert, wird es die Energiewende in der Region unterstützen, indem es der Industrie eine zuverlässige Wasserstoffversorgung bietet. Das Projekt unterstreicht zudem die grenzüberschreitende Zusammenarbeit beim Aufbau einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft.






