Erdrutschsieg für KPÖ: Graz wählt Elke Kahr als kommunistische Bürgermeisterin
Lukas BraunErdrutschsieg für KPÖ: Graz wählt Elke Kahr als kommunistische Bürgermeisterin
Elke Kahr, die 64-jährige kommunistische Bürgermeisterin von Graz, hat bei den Kommunalwahlen der Stadt einen Erdrutschsieg errungen. Ihre Partei, die Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ), legte auf 35,8 Prozent zu – ein Plus von sieben Prozentpunkten seit 2021.
Der starke Zuspruch für die KPÖ wird mit ihrer Konzentration auf bezahlbaren Wohnraum und soziale Sicherheit in Verbindung gebracht. Die Partei stellt nun drei zusätzliche Sitze im Stadtsenat. Gemeinsam mit den Grünen, die auf 14,8 Prozent kamen, verfügen die beiden Parteien nun über eine knappe Mehrheit im Gemeinderat.
Die Österreichische Volkspartei (ÖVP) landete mit 25,3 Prozent auf dem zweiten Platz – zehn Punkte hinter der KPÖ. Die rechtspopulistische FPÖ legte um 1,6 Punkte zu und erreichte 12,2 Prozent. Die sozialdemokratische SPÖ hingegen erlitt ein historisches Tief und kam nur noch auf 5,6 Prozent.
Ines Schwerdtner, Co-Vorsitzende der Partei Die Linke, reiste während des Wahlkampfs nach Graz, um Kahr zu unterstützen.
Die Wahlergebnisse bestätigen den wachsenden Einfluss der KPÖ in Graz. Mit einer Mehrheit zusammen mit den Grünen wird die Partei eine Schlüsselrolle in der Stadtregierung einnehmen. Der Wandel spiegelt sich in veränderten politischen Prioritäten der Wähler wider.
