26 June 2026, 12:26

Entwicklungshilfe im Umbruch: NGOs fordern mehr Mitsprache und Geld von der Bundesregierung

Entwicklungshilfe im Umbruch: NGOs fordern mehr Qualität und lokale Mitbestimmung

Entwicklungshilfe im Umbruch: NGOs fordern mehr Mitsprache und Geld von der Bundesregierung

Zwei große deutsche Nichtregierungsorganisationen, die Welthungerhilfe und Terre des Hommes, haben in Berlin ihren Jahresrückblick zur Entwicklungspolitik Deutschlands vorgestellt. Mathias Mogge von der Welthungerhilfe und Joshua Hofert von Terre des Hommes präsentierten dabei ihre Einschätzungen und Forderungen an die Politik. Die Organisationen begrüßten aktuelle Kurswechsel in der Entwicklungspolitik, kritisierten jedoch das Fehlen einer klaren Strategie in den Reformplänen der Regierung. Besonders lobten sie die grundsätzliche Neuausrichtung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), wiesen aber darauf hin, dass die Vorschläge von Ministerin Reem Alabali-Radovan an Kohärenz mangeln und zentrale Herausforderungen nicht ausreichend angehen.

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Beide Vertreter unterstrichen die Wichtigkeit, die Entwicklungszusammenarbeit an den lokalen Bedürfnissen auszurichten. Joshua Hofert bestand darauf, dass Reformen nicht von Berlin aus diktiert werden dürfen, sondern von Anfang an Partnerstaaten, lokale Gruppen und junge Menschen einbeziehen müssen. Zudem verlangten die NGOs vom BMZ, die Zivilgesellschaft aktiv in die Gestaltung der Reformen einzubinden, um sicherzustellen, dass die Veränderungen nicht an den realen Bedürfnissen vorbeigehen.

Die Organisationen forderten eine deutliche Aufstockung des Budgets für humanitäre Hilfe und schlugen für das kommende Jahr 2,8 Milliarden Euro vor. Mathias Mogge betonte, dass wirksame Entwicklungshilfe von Qualität und nicht von bloßer Menge abhinge. Er forderte weniger Bürokratie und mehr Unabhängigkeit für zivilgesellschaftliche Gruppen. Zudem wiesen die NGOs auf wachsende Belastungen für die Entwicklungspolitik hin, wie Krisen, Konflikte und der Klimawandel, die schnellere und flexiblere Lösungen erfordern. Die Forderungen der Welthungerhilfe und Terre des Hommes zielen darauf ab, die Entwicklungspolitik Deutschlands effizienter und bedarfsgerechter zu gestalten. Mit ihren Vorschlägen zu Budgeterhöhungen und mehr Partizipation lokaler Akteure unterstreichen sie die Dringlichkeit, auf aktuelle globale Herausforderungen angemessen zu reagieren.

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